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Bewerbungsunterlagen

Tuning für den Lebenslauf

Teil 3: Papier ist geduldig


Foto: olly /Fotolia.com

Bewerber sollten hier schon aus Eigeninteresse besonders sorgfältig sein – auch für den Fall, dass irgendwann mal nach einem billigen Kündigungsgrund gesucht wird, falls der Kollege in Ungnade gefallen ist.

Gewiss, die eigene Biografie zu optimieren, ist heute gängige Praxis. Das beginnt zum Beispiel schon damit, uninteressante oder vielleicht auch skurrile Hobbys wegzulassen oder eine kurze Phase der Arbeitslosigkeit als "berufliche Neuorientierung" oder gar als "Selbstständigkeit" zu verkleiden.

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Doch wo hören zulässige Schönfärbereien auf und wo beginnen vorsätzlicher Etikettenschwindel und dreister Betrug? "Die Grenze zwischen Fälschen und Aufpolieren ist fließend", sagt die Arbeitsrechtlerin Julia Zange.

Kernaussage muss zutreffen

Solange die Angaben im Kern richtig sind, liege zumindest keine arglistige Täuschung vor. Schreibt der Bewerber zum Beispiel, er habe vier Jahre als Assistent der Geschäftsführung bei einer Investment-Boutique gearbeitet und dann stellt sich heraus, er war nur zwei Jahre dort oder nur als Praktikant, ist die Aussage schon im Kern falsch.
 
"Es liegt dann eine arglistige Täuschung vor, wenn die Falschangabe zu dem Zweck gemacht wurde, bessere Chancen in der Bewerbung zu haben.", erklärt Zange.

 

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