Das Portal von Handelsblatt und WirtschaftsWoche
Foto: Absolventenkongress
Bewerbermessen: Richtige Vorbereitung

Kraft tanken für einen selbstbewussten Auftritt

Teil 3: Nach der Messe ist vor dem Job


Outfit wählen

Jetzt noch die richtige Kleidung, und es kann los gehen. Aber was ist richtig? "Schlichte Eleganz" empfiehlt Karriereberater Hesse. Für Männer heißt das: mindestens Jackett, nach Möglichkeit Krawatte – der Anzug ist kein Muss. Frauen sollten vor allem wissen, was gar nicht geht: das kleine Schwarze, Minirock, schrille Farben, große Ohrringe.

Indes sollten sowohl Männer als auch Frauen eine große Tasche dabei haben: einerseits für die persönlichen Bewerbungsunterlagen, andererseits um das Werbematerial der Ausstellerfirmen zu verstauen. "Mit Plastiktüten oder gar den Unterlagen der Konkurrenz unter dem Arm macht es keinen guten Eindruck, als Bewerber vorzusprechen", sagt Hesse.

Aug' in Aug' mit dem Unternehmen

Jetzt ist es soweit: Der Bewerber trifft auf den Personaler – und "jede Seite möchte wissen, worauf sie sich einlässt", sagt Anna-Maria Knieling. Also gelte es, möglichst viel über den anderen herauszufinden, aber auch von sich selbst preiszugeben. "Vor Letzterem scheuen sich Bewerber gern, weil es dem potenziellen Arbeitgeber vielleicht nicht gefällt. Das ist ein Irrtum." Bewerber sollten sich nicht für einen Arbeitgeber verbiegen und sich darüber im Klaren sein, dass "manche Paarungen einfach nicht passen".

In Kontakt bleiben

Wer einen perfekten Auftritt hingelegt hat, sollte aber noch nicht zufrieden sein. Denn nach der Messe ist vor dem Job: Jetzt folgt noch das Follow-up. "Einfach abzuwarten, ist einfach zu wenig", betont Hesse.

Der Karriereberater empfiehlt: "Nach ein paar Tagen noch einmal zum Telefonhörer greifen, sich für das nette Gespräch bedanken, die erwarteten Unterlagen schicken – das ist ein Muss." Denn der Bewerber habe eine "Bringschuld".

"Gute Gespräche, die freundlich und aufmerksam gestaltet werden, wecken den Sympathiefaktor. Die ansprechende telefonische Nachbereitung hat schon so manche Einstellung befördert!"

Dieser Artikel ist erschienen am 26.09.2013
 

Karriere | Service

Gehälter