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Uniabsolventen wünschen sich eine gute, nämlich kollegiale Arbeitsatmosphäre und eine funktionierende Work-Life-Balance.
Foto: Jacob Lund / Fotolia.com
Was sich junge Fachkräfte wünschen

Kollegiale Arbeitsatmosphäre ist Trumpf

Kerstin Dämom, wiwo.de
Berufseinsteiger wollen am liebsten zu Google nach Berlin? Oder zu BMW nach München? Stimmt nicht, wie eine aktuelle Studie zeigt. Konzerne sind gar nicht mehr so sexy - genauso wenig wie Großstädte.
Junge Fachkräfte arbeiten am liebsten bei internationalen Konzernen. Den Global Playern, die sich gut im Lebenslauf machen. So hieß es zumindest die letzten Jahre – und auch im Arbeitgeber-Ranking der WirtschaftsWoche fanden sich nur Dax-Konzerne unter den Wunscharbeitgebern der Studenten.

Doch nun scheinen Konzerne an Attraktivität zu verlieren, wenn man der "Absolventenstudie 2016" der Kommunikationsberatung Kienbaum Communications und der Agentur Westpress glaubt. Demnach wollen nur neun Prozent der befragten Uni-Absolventen unbedingt zu einem Großunternehmen, den Rest interessiert die Unternehmensgröße weniger.

"Überraschend ist für uns, dass Parameter wie Unternehmensgröße, klangvoller Name und der wirtschaftliche Erfolg eines Unternehmens als wenig wichtig bewertet werden", sagt Erik Bethkenhagen, Geschäftsführer von Kienbaum Communications. Auch die deutschen Großstädte ziehen nicht mehr so: Dass der spätere Arbeitgeber seinen Sitz in einer Großstadt hat, ist nur für acht Prozent von Belang. Die steigenden Mieten in München, Frankfurt, Köln & Co. dürften da ihre Mitschuld dran haben.

Dagegen wünschen sich die Uniabsolventen viel mehr eine gute, nämlich kollegiale Arbeitsatmosphäre und eine funktionierende Work-Life-Balance. Was aber nicht heißt, dass den Jungen das Geld völlig egal ist, solange alle nett zueinander sind. So wollen Absolventen schon in der Stellenanzeige erfahren, wie viel sie in ihrem zukünftigen Job verdienen werden.


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"Absolventen möchten zwar beim Jobeinstieg sozial und finanziell abgesichert sein, im Vordergrund stehen aber Aspekte einer optimalen Zusammenarbeit und Arbeitsatmosphäre", sagt Bethkenhagen. Das führt unter anderem dazu, dass den Jobeinsteigern der Wille fehlt, sich mit Kollegen zu messen oder Einfluss auf andere ausüben zu können. "Mein Haus, mein Auto, mein Boot" hat offenbar genauso ausgedient wie "Mein Job bei Google in Berlin".

Zuerst veröffentlicht auf:wiwo.de
Dieser Artikel ist erschienen am 24.08.2016
 

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