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Bewerbungsgespräch

In drei Minuten zum Traumjob

Teil 3: Die "Klassiker" vermeiden


Foto: Rainer Sturm/Pixelio

Wichtig ist auch, inhaltliche Fehler zu vermeiden. Etwa wenn man sich im Anschreiben an Puma oder Nike wendet – und die Bewerbung an Adidas schickt. Eigentlich selbstverständlich möchte man meinen, dass dies nicht vorkommen sollte. Doch es passiert immer wieder, wie Personaler berichten.

Mit fatalen Folgen: „Bei solchen Anschreiben haben Sie gleich keine Lust mehr, weiter zu lesen“, sagt Götting, „wer solche Bewerbungen einsendet, der zeigt ganz unverhohlen, dass er für die saubere und präzise Arbeit nicht geeignet ist.“

Eine Untugend, die sich auch bei einem Bewerbungsgespräch als verheerend erweisen kann. „Ich erlebe so oft, dass Bewerber nicht mal die Vorstände fehlerlos aufzählen können“, erzählt Götting.

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Ein Fehler im Anschreiben lässt sich, anders als beim Jobinterview, allerdings vermeiden: Einfach das getippte Dokument jemandem zum Gegenlesen geben

"Seite Drei" für die Persönlichkeit

Karriere-Gurus raten zusätzlich seit einiger Zeit dem Anschreiben eine weitere Seite hinzuzufügen, eine sogenannte "Seite Drei". Hier soll der Bewerber über seine charakterlichen Fähigkeiten referieren, wenn diese ihn von den restlichen Bewerbern abheben könnten. Etwa wenn man regelmäßig bei einer Freizeit mit Jugendlichen als Betreuer gearbeitet hat. Ob man so eine Seite der Bewerbung beigefügt, muss allerdings wohlüberlegt sein.

„Eine Seite Drei war mir nie besonders wichtig. Viele Kandidaten haben da eine Tendenz, ihre Aktivitäten grösser zu machen als sie tatsächlich sind“, sagt etwa Ulrich Jordan. Auch Götting von Adidas legt im Zweifel mehr Wert darauf, dass das Grundgerüst einer Bewerbung sorgfältig vorliegt. „Ist der Lebenslauf vollständig und das Anschreiben verständlich? Erst in der engeren Auswahl spielt die Persönlichkeit des Bewerbers eine wichtige Rolle“, so Götting

 

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