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Recruitainment

Herausstechen beim Krimidinner

Marcel Bernd , wiwo.de
Klassische Einstellungstests und Bewerbungsgespräche allein reichen nicht mehr: Mit ausgefallenen Veranstaltungen wollen Unternehmen zunehmend neue Mitarbeiter finden. Das sogenannte "Recruitainment" konzentriert sich auf junge Uni-Absolventen.

Foto: Alexander/Fotolia

Spannende Personalsuche

Sie sind eine Mischung aus Restaurant- und Theaterbesuch: Bei einem sogenannten Krimidinner verdrücken die Gäste ein Menü und lösen zwischen den Gängen einen angeblichen Mordfall. Nun zieht diese Form des Essens in die Personalsuche ein:

Beim sogenannten "IT-Krimidinner" sollen 25 Job suchende IT-Spezialisten in einem Unternehmen zusammen kommen und außer essen und knobeln, auch noch um Stellen kämpfen. Das Drei-Gänge-Menü ersetzt das Bewerbungsgespräch, der fiktive Mord, den es zu lösen gilt, ersetzt den Einstellungstest.

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Um das "Verbrechen" aufzuklären, müssen die Bewerber auf ihr IT-Fachwissen zurückgreifen. Hinweise verstecken sich etwa in fehlerhaften Algorithmen oder Logfiles, also Protokolldateien.

Events für Bewerber

Eine solche Mitarbeitersuche nennt sich "Recruitainment", ein Mischwort aus Recruiting und Entertainment. Seit etwa zehn Jahren gibt es in Deutschland den Trend zu derartigen Events, die zwar nicht immer so ausgefallen sind, wie das IT-Krimidinner, aber alle gemeinsam haben, dass sie Fachkräfte anlocken sollen, die jung und hochtalentiert sind.

Die Unternehmensberatung McKinsey lädt etwa Wirtschaftsstudenten im März für fünf Tage in den Tiroler Nobelskiort Kitzbühel ein, um an wirtschaftswissenschaftlichen Seminaren teilzunehmen und das Unternehmen kennen zu lernen.

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