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20. Karrieretag Familienunternehmen bei der Firma Schüco
Foto: Karrieretag Familienunternehmen
Karrieretag Familienunternehmen

Gute Entfaltungsmöglichkeiten für zielstrebige Nachwuchskräfte

Dirk von Wiarda
Kurze Wege zu Top-Entscheidern beeindrucken: Auch beim 20. "Karrieretag Familienunternehmen" traf eine hochmotivierte internationale Auswahl an Nachwuchskräften wieder auf mittelständische Unternehmen, die ihre Aufstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten präsentierten.
Mit dem Fokus auf den Umgang der Firmen mit der fortschreitenden Digitalisierung im HR fand jetzt bei der Firma Schüco International KG der 20. "Karrieretag Familienunternehmen" statt. Der Gastgeber bot 50 Familienunternehmen ein exzellentes Forum, um sich ausgewählten Fach- und Führungskräften als attraktive Arbeitgeber vorzustellen. 650 High-Potentials aus über 2700 Bewerbungen aus dem In- und Ausland erhielten die Chance, auf kurzen und direkten Wegen die ausstellenden Familienunternehmen kennenzulernen.

In Vier-Augen-Gesprächen am Stand oder in extra dafür bereitgestellten Interviewräumen konnten sich beide Seiten einen Eindruck voneinander machen und erste Weichen in Richtung Jobziele stellen. Immer wieder lobten die Jobsuchenden das spezielle familiäre Ambiente an diesem Tag. Die Vertreter der Familienunternehmen auf der anderen Seite zeigten sich beeindruckt vom direkten Zugang zu einer Schar an äußerst motivierten Nachwuchskräften.

Vorteil von Familienunternehmen:
Mitarbeiter können unternehmerisch agieren


Groß war das Interesse an den unterschiedlichen Job-Ausschreibungen und Karrierechancen. Allerdings erhofften die Bewerber auch, unverfälschten Einblicke in die Unternehmenskultur zu erhalten. Immerhin gibt diese oft den Ausschlag, sich für oder gegen einen Job zu entscheiden. Denn junge Akademiker suchen die für sich attraktivsten Arbeitgeber. Die hohe Nachfrage bezüglich einer Teilnahme am Karrieretag Familienunternehmen bestätigt diese Entwicklung.

"Von diesem Trend profitieren auch die gewachsenen Familienunternehmen, bei denen Entrepreneurship in Reinkultur zu finden ist. Arbeitnehmer können dort deutlich unternehmerischer agieren und sich persönlich nachhaltiger entfalten", sagt Stefan Klemm vom Entrepreneurs Club. An Ingenieuren, Konstrukteuren und vor allem IT-Fachkräften mangelt es bei ihnen vor allem.

Kritische Bewerber:
Noch verstehen sie die Digitalisierung als Risiko

Als sogenannte "Grown-Ups" – angesiedelt in der Lücke zwischen den großen Datensammler aus dem Dax und den oft noch strukturlosen Start-ups – verfügen Familienunternehmen nicht nur über exzellente Kunden- und Marktkenntnisse. "Sie sind vielmehr eine gute Adresse für IT-Experten, die etwas bewegen wollen", so Stefan Heidbreder, Geschäftsführer der Stiftung Familienunternehmen.

Auch Gastgeber Schüco, der Bielefelder Weltmarktführer für Fenster, Türen und Fassaden, setzt sich im Personalmanagement täglich mit der Digitalisierung auseinander. Speziell die künftigen Führungskräfte werden in Trainingsprogrammen in der Entwicklung von digitalen Kompetenzen unterstützt und weitergebildet.

Das ist wichtig. Denn Bewerber sind kritisch, fragt man sie nach der Einschätzung der eigenen Vorbereitung auf die digitale Arbeitswelt. Noch gilt für sie das digitale Themenfeld als Risiko auf ihrem Karriereweg. Andreas Engelhardt, geschäftsführender Gesellschafter der Schüco International KG, bedauert diese Sichtweise: "Wer sich mit dem Thema Digitalisierung auseinandersetzt, wird bald erkennen, welche Chancen sich für ihn selbst ergeben", so Engelhardt.

Zudem sei der deutsche Standort speziell im europäischen Vergleich ausgezeichnet aufgestellt, denn das Know-how werde von Generation zu Generation weitergeben. Und das technische Niveau in den Inhaber-geführten Firmen sei hoch.

>>> Der nächste "Karrieretag Familienunternehmen" findet am 29. Juni 2018 bei der Firma Mann+Hummel GmbH in Ludwigsburg statt.
Dieser Artikel ist erschienen am 04.12.2017
 

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