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Ausbildungsplätze bleiben leer
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Bewerbungsflaute

Ausbildungsplätze bleiben leer

wiwo.de, dpa
Eine DIHK-Umfrage hat keine erfreulichen Nachrichten hinsichtlich des Fachkräftemangels in Deutschland. So erhält fast jede zehnte Firma keine einzige Bewerbung auf einen freien Ausbildungsplatz.
Für Unternehmen in Deutschland wird es laut einer DIHK-Umfrage immer schwieriger, offene Ausbildungsplätze zu besetzen. In mehr als jedem dritten Betrieb bleiben Ausbildungsplätze unbesetzt, fast jede zehnte Firma bekommt überhaupt keine Bewerbung mehr. Das geht aus aktuellen Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) hervor.

DIHK-Präsident Eric Schweitzer sprach von einer gefährlichen Entwicklung. "Deutschland gehen die Fachkräfte aus."

Das habe ganz konkrete Konsequenzen: Zuerst blieben Aufträge nur länger liegen, dann müssten Unternehmen sogar ganz passen. Für die Unternehmen werde es eine immer größere Herausforderung, ihre Fachkräfte über die Ausbildung von eigenem Nachwuchs zu sichern.

Gastronomie und Verkehrsbereich sind unbeliebt


Laut Umfrage erhielten 17.000 Unternehmen gar keine Bewerbungen mehr auf offene Ausbildungsplätze. Dies seien noch einmal rund zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Keine Bewerbungen erhielten insbesondere Unternehmen aus der Gastronomie, dem Bau oder dem Verkehrsbereich. Dazu komme, dass Betriebe, die noch Bewerbungen erhalten, aber ihren Platz dennoch nicht besetzen konnten, oft die Qualität der Bewerbungen bemängeln.

Insgesamt steigen die Anforderungen an Betriebe, passende Bewerber zu finden. Denn bereits heute würden mehr Ausbildungsplätze angeboten als nachgefragt werden. Die Lage werde künftig dadurch erschwert, dass zunehmend erfahrene Mitarbeiter der Baby-Boomer-Generation in Rente gehen. Viele Personalabteilungen stellten sich auf die große Welle ab dem Jahr 2020 ein.

Insgesamt sei es im vergangenen Jahr aber noch gelungen, trotz rückläufiger Schülerzahlen wieder mehr Ausbildungsverhältnisse zu schließen. Dennoch müsse auch die Politik den "Ernst der Lage" erkennen und die Aus- und Weiterbildung fördern. So sei es notwendig, einen höheren Anteil der Schulabgänger für die berufliche Bildung zu gewinnen.
Dieser Artikel ist erschienen am 19.07.2018
 

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