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Traumprinzessin für den Job
Foto: Peter Atkins/Fotolia.com
Richtig bewerben

Als "Traumprinzessin" für den Job vorstellen

Teil 2: Lebenslauf als "Speisekarte"

Ein zentraler Bestandteil jeder Bewerbung ist der Lebenslauf. Was sind hierfür Ihre drei wichtigsten Tipps?

Erstens: Unterschreiben Sie Ihren Lebenslauf mit Vor- und Zunamen. Damit bürgen Sie nochmal zusätzlich für die Richtigkeit Ihrer Angaben und schaffen Vertrauen. Zweitens: Der Lebenslauf ist mehr als eine Auflistung der bisherigen beruflichen Stationen. Schreiben Sie jeweils auf, was Ihre Aufgaben und die erzielten Ergebnisse waren. Der Lebenslauf ist eine Art Speisekarte. Dem Leser muss das Wasser im Mund zusammenlaufen und sagen: Ja, genau das will ich!

Wie lautet Tipp Nummer drei?

Das ist der Wichtigste von allen. Der Mensch ist sehr emotional und lässt sich häufig eben doch von seinem ersten optischen Eindruck treiben. Ein außergewöhnliches Deckblatt, die Schrift in Königsblau oder spezielles Papier können einen positiven Eindruck hinterlassen. Ein sympathisches Bewerbungsfoto ist das A und O.

Worauf muss ich bei diesem so entscheidenden Foto achten?

Sparen Sie nicht an den Bewerbungsfotos. Zwischen 50 und 150 Euro sollten Sie dafür schon ausgeben. Der Fotograf sollte sich Zeit für Sie nehmen und mit Ihnen über Ihre Erwartungen sprechen. Nehmen Sie verschiedene Outfits mit. Mit Krawatte, ohne Krawatte, mit Jackett oder nur im Hemd. Schwarz-Weiß Fotos sind nach meiner Erfahrung besser für Bewerbungen geeignet.

Warum?

Weil der Betrachter sich den Kandidaten nochmals vorstellten muss – vor seinem inneren Auge – und diese Leistung zu noch mehr Sympathiezuschreibung führen kann. Und Sympathie ist die Basis von Vertrauen und Vertrauen die Basis von Zutrauen. Darum geht es ja schlussendlich, dass Ihnen zugetraut wird, Sie können den Job.

Gehören Hobbys in den Lebenslauf?

Unbedingt. Der Vorgesetzte möchte schließlich wissen, mit wem er es zu tun hat und Sie können damit Ihr Image beeinflussen. Hierbei geht es um Sympathie und nicht um gut oder schlecht. Listen Sie Golf spielen oder Fechten bei Ihren Hobbys auf, findet der eine das snobistisch, der andere teilt Ihr Interesse vielleicht sogar.

Auch die Bewertung der eigenen Sprachkenntnisse stellt viele Bewerber vor Herausforderungen. Was tun?

Waren Sie längere Zeit im englischsprachigen Ausland, können Sie in den meisten Fällen getrost verhandlungssicher oder fließend schreiben. Sie können sich auch mit Schulnoten von sehr gut bis befriedigend einschätzen. Ausreichend sollten Sie nicht schreiben – dann doch lieber Grundkenntnisse. Das hört sich besser an.

 

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