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Anschreiben

Aller Anfang ist schwer

Teil 2: Wissen, was schlecht ist

• SCHLECHTE EINSTIEGE:Achtung, jetzt kommt eine Bewerbung:
"Hiermit bewerbe ich mich um die Stelle als Sales Manager, die Sie am 18. November in der Süddeutschen Zeitung ausgeschrieben haben." (Erklärung: "Hiermit" ist Beamtendeutsch. Alle Infos, wie "Bewerbung als Sales Manager", "Ihr Angebot in der Süddeutschen Zeitung vom 18. November 2006", gehören in die Betreffzeile. Und nur dorthin!)
Hurra, ich kann lesen:
"Mit großem Interesse habe ich Ihr Stellenangebot bei monster.de gelesen." (Erklärung: Gähn! Der erste Satz einer Bewerbung sollte das stärkste Argument enthalten. Dieser hier beschreibt eine Selbstverständlichkeit.)
Sie genügen meinen Ansprüchen:
"Ihr Stellenangebot entspricht meinen Vorstellungen." (Erklärung: Das ist schön. Hier geht es aber nicht darum, ob die Stelle Ihren Vorstellungen entspricht. Der Arbeitgeber will wissen, ob Ihre Qualifikationen seinen Vorstellungen entsprechen. Darüber sollten Sie schreiben!)
Ich schleime gerne:
"Seit vielen Jahren verfolge ich die Entwicklung der Brett & Bohr KG mit ihrem anspruchsvollen und breiten Tätigkeitsfeld. Ich bin mir sicher, dass ich bei Ihnen als Weltmarktführer wertvolle Erfahrungen sammeln kann." (Erklärung: Machen Sie sich nicht lächerlich! So was geht nur, wenn Sie schon als Kind zwischen den Werkbänken dieses Unternehmens herumgekrochen sind.)
»»» Traumjobs beim Weltmarktführer sind durchaus zu haben. In den JobAgenten von karriere.de sind davon eine große Auswahl zu finden.
 
Anne_Koschik_1    

Anne Koschik,
karriere.de-Job-Expertin

Ich frage ja nur:
"Darf ich mich Ihnen vorstellen?" (Erklärung: Das verzweifelte "Bitte nicht!" des Personalers würden Sie sowieso nicht hören. Also sparen Sie sich das Gefloskel!)
 

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