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Universität

Absolventen im Fokus der Headhunter

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Vom Hörsaal zum Headhunter: Im Kampf um den besten Nachwuchs spezialisieren sich Personalberater auf Uni-Absolventen.
Von gestern: Stellensuche per ZeitungFoto: © Bernhard Ludwig - Fotolia.com
Zeitung lesen, Anzeigen durchforsten und bündelweise Bewerbungen schreiben: Lange Zeit war die Stellensuche für junge Akademiker nicht eben komfortabel. Heute ist es für die Absolventen leichter geworden, einen gelungenen Berufseinstieg hinzulegen."Unternehmen, die im Kampf um die besten Nachwuchskräfte bestehen wollen, müssen ihren Aktionsradius beim Recruiting erweitern", sagt Karsten Toemmler-Stolze, Professor für Personalwirtschaft an der Hochschule Niederrhein.


Längst haben sich neben Zeitungsanzeigen auch Online-Börsen oder Firmen-Homepages bewährt, um Bewerber auf die Unternehmen aufmerksam zu machen. Viele Betriebe setzen zudem auf externe Unterstützung und nutzen die Dienste von Personalberatungen. "Was bei Fach- und Führungskräften längst Usus ist, setzt sich auch im Recruiting von Berufseinsteigern durch", so Toemmler-Stolze.

Die besten Jobs von allen

Vor zwei Jahren hat er seine eigene Personalberatung gegründet: "Select if". Während herkömmliche Headhunter mit Absolventen meist wenig anfangen können und deren Vermittlung nebenbei erledigen, hat sich Select if auf Berufseinsteiger spezialisiert - und eine Marktnische entdeckt. "Viele Absolventen denken bei der Jobsuche an große Namen wie BMW oder Siemens", sagt Christian Richter, Co-Gründer von Select if. Dabei böte der Mittelstand beste Chancen für Einsteiger. "Durch unsere Vermittlung erhalten Bewerber Angebote, auf die sie sonst nie gestoßen wären."Wie gut sich das Konzept bewährt, bestätigen die Erfahrungen der Kunden. Andreas Faut ist Personalentwickler der Firma Weidmüller, einem Hersteller für elektrische Verbindungstechnik. Bis 2009 werden dort 200 neue Ingenieure benötigt. Für das Recruiting setzt Weidmüller neben den eigenen Kontakten auch auf externe Hilfe - wie die Absolventenvermittler aus Düsseldorf. Der Erfolg spricht für sich. "Von den Bewerbern, die wir eingestellt haben, sind bis auf eine Ausnahme alle noch in Lohn und Brot", freut sich Personaler Faut. Das Ziel, die angehenden Führungskräfte länger als die üblichen zwei bis drei Jahre ans Unternehmen zu binden, hat seine Firma damit erreicht. (1.4.2008)

Dieser Artikel ist erschienen am 02.02.2011

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