Psychische Erschöpfung

Wenn der Beruf zum Stresstest wird

Marcel Berndt, Miguel Zamorano | wiwo.de
Es war eines der Themen des Jahres 2011 – die psychische Erschöpfung durch Arbeit bei Prominenten, Sportlern, Managern, aber auch einfachen Angestellten. Wer auf eine medizinische Lösung des Problems hofft, der hofft vergebens.

Foto: Nomad Soul/Fotolia

Zuviel ist zuviel

"Stresstest" ist das Wort des Jahres 2011. Alle, die irgendwie ordnungsgemäß zu funktionieren haben, müssen unter Extrembedingungen ihr Können auf die Probe stellen – Finanzinstitute, Atomkraftwerke, der Bahnhof Stuttgart 21. Der Begriff hat sich im Laufe der Finanzkrise wie kein zweiter in das öffentliche Bewusstsein eingenistet. Die steigende Unsicherheit in Verbindung mit immer höherer Arbeitsbelastung macht für viele Angestellte auch den Beruf zum täglichen Stresstest.

Und so listet die Gesellschaft für deutsche Sprache 2011 an sechster Stelle ein Wort auf, das die Gemütszustände unserer Gesellschaft viel besser beschreibt als das viel benutzte Wort "Stresstest". Es ist der "Burnout".

Das Sportgeschäft und seine Persönlichkeiten haben dafür gesorgt, dass diese Krankheit in der deutschen Gesellschaft in diesem Jahr intensiv diskutiert worden ist.

Wie im Sport

Der letzte Sportler, der durch Stress längere Zeit nicht arbeiten konnte war Markus Miller, Torwart von Hannover 96. Er kehrte Mitte Dezember 2011 nach einer dreiwöchigen Auszeit zurück auf den Spielplatz.

Eines der prominentesten Burnout-Opfer ist der ehemalige Schalke 04-Trainer Ralf Rangnick. An ihm konnte man sehen, dass die Trainertätigkeiten durch Analysieren, Motivieren und Führen dem Aufgabengebiet von Managern in großen Unternehmen entspricht. Und auch der Druck.
  • Gesundheitsmanagement

    Depressionen im Job: Kein Tabuthema mehr

    Burnout

    Banken und Versicherer gehen zunehmend offen mit dem Thema „Burnout“ um. Das hilft den betroffenen Mitarbeitern – aber auch den Unternehmen.

  • Urlaub

    Erreichbarkeit kann süchtig machen

    Mann hält Handy ans Ohr

    Jeder zweite Arbeitnehmer liest im Urlaub seine Mails. Im Interview beschreiben ein Arbeitspsychologe und eine Karriereexpertin, warum moderne Kommunikationstechniken zwar ein Segen sind, das Abschalten aber so schwer fällt.

  • Sinnsuche

    „Nicht jeder Mensch ist für Arbeit geboren“

    Freudensprung

    Der Beruf ist prägend für die eigene Identität, sagt der Arbeitspsychologe Tim Hagemann. Aber wer keinen Sinn im Job findet, wird schnell als gescheitert abgestempelt.

Der jobturbo: eine suche - alle jobs

Themen im Überblick

Werden Sie eine Fair Company

Allgemeinbildung

Jetzt Neu: Die besten Vertriebsjobs

Die besten Trainee-Stellen

Karriere-Städteranking

Jobsuche + Bewerbung

Wer verdient wieviel?

Newsletter bestellen

Berufsreport