Job

Verhandeln Sie trotz Krise Ihr Gehalt

Ulrike Heitze
"Mitarbeiter in internen Abteilungen wie der Organisation oder dem Personalwesen haben oft schlechtere Karten", sagt Sabine Hansen. "Ihr Beitrag zum Unternehmenserfolg ist nicht so offensichtlich wie der der Kollegen aus dem Vertrieb oder der Entwicklung." Aber auch in den Abteilungen machen Personalberater Unterschiede in der Anerkennung aus: Wald-und-Wiesen-Controller haben gegen den Risk Manager, der strategisch eingesetzt ist, schlechte Karten, der klassische Aktenverwalter ist nicht so häufig gefragt, der Business Partner, der die Personalentwicklung für die Zukunft plant, schon eher. Je zukunftsorientierter die Position ausgerichtet ist, desto größer die Chance auf ein Gehaltsplus.Wie erfolgreich die Verhandlungen ausfallen, hängt letztlich aber von der Branche ab. Vorgesetzte in Banken und Automobilunternehmen bemühen derzeit häufig das Totschlagargument - "Der Firma geht es nicht gut, und Sie wollen mehr Geld haben? Nein, tut mir leid!" - und haben damit Recht. Andere Branchen hingegen - die Pharma- und weite Teile der Konsumgüterindustrie zählen dazu - kommen vergleichsweise glimpflich durch die Krise. Hier lassen sich solche Argumente seitens des Chefs mit einer kurzen Recherche vorab kontern.Aber auch innerhalb der Branchen gibt es große Unterschiede, selbst in der Autobranche sind einige wenige Unternehmen noch für Gehaltssteigerungen zu haben. Christoph Stettner* zum Beispiel, Maschinenbauingenieur bei einem großen Autohersteller, hat trotz der notwendigen Kurzarbeit kürzlich 7,2 Prozent mehr Gehalt herausgeholt. 4,2 per Tariferhöhung und drei Prozent durch eine Zulage des Chefs.
Foto: © Junge Karriere
Die Frage nach dem eigenen Marktwert stellt sich auch Berufseinsteigern, und die Unsicherheit ist groß. Wer kennt sich direkt nach dem Studium schon aus? Die notwendigen Vergleiche fehlen, also lässt sich die Frage, ob die Forderung nach 50000 Euro Gehalt im Jahr eine Chance hat, zunächst nicht beantworten.
Eine erste Orientierungshilfe erhalten Bewerber in dem Gehaltsbaukasten, den Handelsblatt Junge Karriere zusammen mit der Vergütungsberatung Mercer entworfen hat. Ausgehend von einem Mittelwert für eine Position hilft er beispielsweise, weitere Faktoren in den Durchschnitt einzuarbeiten und daraus eine realistische Vorstellung abzuleiten, die im Bewerbungsschreiben und -gespräch weiterhilft. Zusätzlich sollten Bewerber aber immer auch selbst recherchieren. Was sagen Freunde oder Bekannte, die in der angestrebten Branche tätig sind? Gibt es Firmeninsider, die ein paar Details verraten über das Arbeitsklima, die Hierarchien, die Gehälter? Je mehr Informationen man vor der Bewerbung sammelt, desto besser kann man sich und seine Qualifikationen einsortieren.

Der jobturbo: eine suche - alle jobs

Thema des Tages

Büro-Organisation

Allgemeinbildung

Werden Sie eine Fair Company

 

Die besten Trainee-Stellen

Karriere-Städteranking

Jobsuche + Bewerbung

Wer verdient wieviel?

Newsletter bestellen

Berufsreport