Die besten Juristen sind so gefragt wie nie. Um sie anzulocken, bieten die Firmen nicht nur viel Geld – sondern auch mehr Freizeit. Bis zu 50 Tage Urlaub im Jahr bietet eine der Top-Kanzleien.
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Paradigmenwechsel auf dem Anwaltsmarkt
Viel Geld für viel Arbeit – den Ruf haben die Wirtschaftsanwälte der internationalen Großkanzleien noch immer. Beim Einkommen zählen die Mitarbeiter renommierter Kanzleien zur Spitzengruppe unter den Akademikern. Allerdings fordern die Chefs bislang maximalen Einsatz. Kurz gesagt: Freizeit ist Luxus.
Das könnte sich nun ändern. "Im Markt für Top-Juristen erleben wir einen Paradigmenwechsel", sagt Hellmuth Wolf, ein auf den Anwaltsmarkt spezialisierter Personalberater bei Signium International in Düsseldorf. "Finanzielle Anreize wirken immer weniger, die Bewerber suchen sich die Unternehmen aus, die das beste Verhältnis zwischen Arbeit und Freizeit bieten."
Die Kanzleien müssen einiges bieten, um den Erwartungen gerecht zu werden. Die internationale Kanzlei Mayer-Brown mit drei deutschen Standorten will Bewerber nicht nur mit einem hohen Einstiegsgehalt, sondern auch mit ungewöhnlich viel Urlaub anlocken: Ihre Mitarbeiter dürfen jedes Jahr bis zu 50 Tage zu Hause bleiben.
Prädikatisexamen Voraussetzung
In kaum einer anderen Branche sind die Top-Absolventen so stark umworben wie bei den Wirtschaftsanwälten. "Es herrscht ein Kampf um die besten Köpfe", sagt Wolf.
Denn die großen Kanzleien wollen ausschließlich Prädikatsjuristen einstellen. Nur wer seine Abschlussprüfung mindestens mit der Note "vollbefriedigend" besteht, gehört dazu.
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