Ernährung

Supper Clubs erobern Deutschland

Annina Reimann
Die Plätze sind stets rarZehn Euro Beitrag zahlen neue Mitglieder für die erste Anmeldung. Mittlerweile buhlen über 120 Mitglieder um die 20 Plätze pro Clubabend. Wer zuerst kommt, speist mit, 60 Euro kostet es pro Person, Getränke inklusive. Schon drei Wochen im Voraus sind alle Plätze vergeben.Zum Beispiel an Jörg Linke. Der 47-Jährige ist jedes zweite Mal dabei. "Durch das Clubkonzept sind viele kommunikative Leute dabei, ich gehe auch gerne alleine hin", sagt er. Er genießt den Barcharakter im Supper Club - und natürlich das "allerfeinste Essen". Rhabarbersorbet mit Thai-Basilikum gehört genauso zum Repertoire des Iren wie Kartoffel-Brennessel-Ravioli mit steirischem Kernöl. "McMahon spielt mit der Exotik von Aromen und Gewürzen", sagt Linke. Für ihn und die anderen Club-Mitglieder hat der Koch jederzeit Tipps auf Lager: "Das was am längsten dauert, wird als erstes vorbereitet", lässt er zum Beispiel wissen.Die Abende werden von Programm begleitetBis zu 70 Stunden arbeitet der Gründer jede Woche. Von Banken hat er sich nie abhängig gemacht. Wie viel Eigenkapital er investiert hat, bleibt jedoch sein Geheimnis. Seinen prominenten Sponsor verschweigt er aber nicht. Die Firma Bosch stellt einen Teil der etwa 40 000 Euro teuren Küchenausrüstung.Glück hat er auch mit seinem Programm für die Supper Club-Abende. Bei seinen Auftritten in Wellnesshotels oder TV-Shows trifft er immer wieder interessante Menschen, die er als Gast in den Club einlädt. Zum Beispiel einen Messerschleifer. "Auch ich kann jetzt noch besser mit dem Messer umgehen", sagt McMahon.An den Nagel hängen wird McMahon seine Schürze wohl noch lange nicht. Im Gegenteil: Den Supper Club möchte er demnächst zweimal im Monat anbieten. Der letzte Gang ist also noch lange nicht serviert.
Dieser Artikel ist erschienen am 24.07.2009

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