Öffentlicher Dienst

Staatslaufbahn: Karrierewege für Beamte

Stefani Hergert
Eine Jobgarantie für den öffentlichen Dienst ist der Studiengang freilich nicht. Und auch hier gilt: Wer seinen Abschluss an einer FH gemacht hat, bleibt außen vor. Die Unis in Konstanz und Potsdam haben verwaltungswissenschaftliche Zentren, andere Unis bieten das Fach zwar auch an, doch meist nicht in dem Umfang.Von den Konstanzer Verwaltungswissenschaftlern fanden über die Jahre hinweg bloß 30 Prozent den Berufseinstieg in öffentliche Einrichtungen oder Verwaltungen. Studiengänge des Public Management, also dem betriebswirtschaftlichen Blickwinkel auf den öffentlichen Sektor, gibt es nur wenige. Die Unis haben das Feld weitgehend links liegen gelassen, die privaten Hochschulen Hertie School of Governance und Zeppelin University in Friedrichshafen sind Ausnahmen.Drei Jahre studiert man dann dual an einer der Fachhochschulen für öffentliche Verwaltung des Bundes oder der Länder. Während des Studiums winkt der Status als Beamtenanwärter mit etwa 900 Euro monatlich für Ledige. Bewerben kann man sich an diesen FHs allerdings nicht selbst, sondern nur bei Ministerien, Bundesämtern, den Länder- oder Kommunalverwaltungen, die ihre Mitarbeiter dann zum Studieren schicken.Laufbahnbefähigung - die Eintrittskarte für den gehobenen DienstAuch hier gibt es Bewegung: Rund ein Drittel der Länder, darunter Berlin, Hamburg und Sachsen-Anhalt haben ihre internen FHs in das allgemeine Hochschulsystem integriert, schätzt Reichard. Und in einzelnen Ländern kann man mittlerweile an ganz normalen FHs Verwaltung studieren und erhält durch den Bachelorabschluss die sogenannte Laufbahnbefähigung - also die Eintrittskarte für den gehobenen Dienst.Großer Nachteil bei den meisten "offenen" und normalen FHs: Es gibt keine Garantie, tatsächlich einen Job im öffentlichen Dienst zu ergattern, auch keinen Anwärterstatus und damit kein Geld während des Studiums. Wer zur Polizei oder Steuerverwaltung will, muss auch weiterhin an einer der internen FHs studieren.In den gehobenen Dienst steigt man mit der Besoldungsstufe A9 ein, in den höheren Dienst mit A13. Wer den Einstieg geschafft hat, ist erst einmal Beamter auf Probe. Beweisen muss er sich im höheren Dienst in der Regel drei, im gehobenen 2,5 Jahre lang. Stefani Hergert Weitere Infos zu den Beamtenbezügen unter: oeffentlicher-dienst.info/beamteLesen Sie hier mehr über eine Karriere im öffentlichen DienstHaupttext: Der Staat will Sie!
Dieser Artikel ist erschienen am 07.09.2009

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