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Personalentwickler schmieden Manager von morgen

Stefanie Bilen
Für seine eigene Laufbahn hat sich der Personalmanager gedanklich vom klassischen Karrieremodell getrennt, denn seine Aufstiegschancen sind begrenzt. Über ihm gibt es nur noch eine Abteilungsleiterin und den Personalvorstand. "Als Personalentwickler wächst man mit seiner Zielgruppe", tröstet er sich. Zu Beginn bei Porsche betreute Pohl Nachwuchskräfte und kleinere Projekte. Mit den Jahren wurden die Gruppen immer größer. Eine seiner Aufgaben war beispielsweise die Organisation des Internet-Führerscheins, den bislang 1.000 Mitarbeiter erwarben. Und so steigen neben der Gruppengröße auch die Hierarchiestufen der Mitarbeiter, die er betreut, und die Internationalität der Projekte. "Das Schöne an unserer Aufgabe ist, dass wir dieselben Leute im Laufe der Jahre immer wieder treffen, weil die Trainings aufeinander aufbauen", freut sich Pohl. Das sei das beste Indiz dafür, dass er die richtige Personalentwicklung mache. Weil niemand über- oder unterfordert wird und genau die Karriere macht, die Pohl und seine Kollegen für ihn vorgesehen haben.Beruf: PersonalentwicklerAusbildung: Eine gezielte Ausbildung gibt es nicht. Viele haben BWL mit Schwerpunkt Personalmanagement studiert, andere bringen einen Abschluss in Psychologie mit. Auch Quereinsteiger haben eine Chance. Die Karriere eines Personalentwicklers startet fast immer in der operativen Personalarbeit, zu der Bewerberauswahl, Einstellungen, Kündigungen und Ähnliches gehören. Erst nach ein, zwei Jahren Berufserfahrung ist ein Wechsel in die Entwicklung sinnvoll.
Qualifikation: Kommunikation ist das A und O. Gespräche mit Mitarbeitern, Führungskräften und Vorständen gehören zum Alltag. Den richtigen Ton zu treffen und kompetent aufzutreten, ist das eine. Inhalte für Weiterbildungen zu entwickeln, umzusetzen und zu kalkulieren, das andere. Als eine Art Trainer des Nachwuchses oder gar Coach von Managern müssen Personalentwickler präsentieren, moderieren und beraten können.
Gehalt: Einsteiger bekommen je nach Branche zwischen 30.000 und 45.000 Euro brutto pro Jahr. Mit fünf Jahren Berufserfahrung können sie mit bis zu 52.000 Euro rechnen. Ein Abteilungsleiter erhält circa 60.000 Euro im Jahr.
Karrierewege: Entwickler können bis zum Abteilungsleiter, Personalleiter oder -vorstand aufsteigen. In Unternehmen mit wenigen Hierarchien wächst der Verantwortungsbereich für einen Entwickler auch ohne neuen Titel: Auf Projekte mit Auszubildenden folgt die Zuständigkeit für Absolventen und später für das Management. Wer die Seiten wechseln will, bietet seine Dienste als selbstständiger Berater oder Coach an.
Aussichten: Die Aussichten in der Personalarbeit sind gut. In vielen Unternehmen wächst die Bedeutung der Entwickler. Anders als bei der IT oder Gehaltsabrechnung ist es unüblich und nicht sinnvoll, diese Arbeit externen Dienstleistern zu übertragen.
Links: www.dgfp.com Deutsche Gesellschaft für Personalführung www.personalentwicklungsberatung.de Arbeitsfelder eines Personalentwicklers www.wikipedia.de -> Personalentwicklung umfangreicher Überblick über das Berufsbild)
Dieser Artikel ist erschienen am 01.09.2007

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