Steigende Besucherzahlen, größere Ausstellungsflächen, mehr Geschäftsabschlüsse, verstärktes Interesse aus dem Ausland - die Messewirtschaft boomt. Doch qualifizierte Nachwuchskräfte und Akademiker sind rar. Karriere informiert Sie über das Berufsbild des Messemanagers und stellt den Schwerpunkt des Instituts für Messewirtschaft vor.
Gute Nachrichten kommen seit Jahren von den verschiedensten Messegeländen. Es ist keine Frage, die Branche hat Hochkonjunktur. Auf der kommenden Frankfurter Buchmesse beispielsweise werden mehr als 7 000 Einzelaussteller zu Gast sein. Damit sind alle 13 Hallenebenen voll ausgelastet.Bei der Internationale Funkausstellung (IFA) in Berlin übertraf das Ordergeschäft im Jahr 2007 sogar die 2,75 Milliarden Euro-Marke. Auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) für Nutzfahrzeuge in Hannover beteiligten sich 1.212 Aussteller aus 32 Ländern. Die Zahl der Besucher stieg im Vergleich zur vorigen Messe auf 222 780 Besucher aus dem In- und Ausland. Im vergangenen Jahr waren es nach Messe-Angaben etwa 212 500.Der Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e. V. (AUMA) zieht für das Jahr 2007 eine positive Bilanz. Die Zahl der Aussteller auf den 139 erfassten Messen stieg im Durchschnitt um 3,8 Prozent im Vergleich zu den Vorveranstaltungen. Dennoch besteht für die Messewirtschaft weiterhin ein entscheidendes Problem: Man hat es noch nicht geschafft, sich für die so genannten High Potentials interessant zu machen. Obwohl das Berufsfeld eine Menge bietet:Messegesellschaften haben sich vom reinen Logistiker und Flächenanbieter zu einem stark international orientierten Dienstleister mit anspruchsvollen Jobperspektiven gewandelt. Aufgrund von steigenden Wachstumszahlen und Expansion ist qualifizierter Nachwuchs äußerst gefragt. Und für die Nachwuchskräfte bietet die Branche ab dem ersten Moment Managementerfahrungen auf internationalem Parkett und flache Hierarchien.
Messemanager übernehmen eine zentrale Rolle im Bereich der Messeplanung und -durchführung. Sie koordinieren und bearbeiten die Ansprüche und Wünsche verschiedener Kunden und stehen in stetigem Austausch mit Ausstellern, Verbänden, Besuchern und Presse. Auch der Besuch von Messen weltweit gehört zu den Aufgaben, denn die Konkurrenz will im Auge behalten werden.Die Messemanager von heute sehen sich mit Globalisierung, Internationalisierung und einem stärkeren Wettbewerb ganz neuen Herausforderungen gegenüber. So werden Messen heute nicht mehr als reines Absatzinstrument, sondern als umfassendes Marketingtool angesehen, die Ansprüche der Kunden an das Messemanagement wachsen.
Meterhohe Aktenstapel, Fotos von den Kindern, Spielfiguren aus Plastik: Schreibtische sind nicht nur nüchterne Arbeitsfläche, sondern Spiegel der Seele und unserer Gesellschaft. Weil unsere Arbeitswelt im Umbruch ist, wird der eigene Schreibtisch aber zum Auslaufmodell. Die Zukunft gehört flexiblen Arbeitsplätzen.
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Foto: G. Altmann/Pixelio
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