Gründerszene

Lichtgestalten am Startup-Himmel

Oliver Voß, Matthias Hohensee | wiwo.de

Foto: dresden/Fotolia

Spotify

Für die Musikbranche war wohl kaum ein Thema 2011 so wichtig wie Streaming, also das direkte Abspielen von Songs im Netz. Immer mehr Nutzer verzichten darauf, sich – legal oder illegal – riesige MP3-Berge auf ihre Festplatten zu schaufeln, wenn sie doch im Netz per Mausklick Zugriff auf Millionen von Stücken haben.

Und so versuchen von Google über Amazon bis hin zu Apple alle Internetriesen, dafür passende Dienste anzubieten. Allerdings schafft es bislang keiner von ihnen, eine so populäre Plattform wie Spotify zu entwickeln.

Einer der größten Fans des schwedischen Dienstes ist Facebook-Gründer Mark Zuckerberg. "Spotify ist so gut", schrieb er schon 2009 auf seiner Facebook-Seite. Da überraschte es nicht, dass er sich im September auf der jährlichen Entwicklerkonferenz Spotify-Gründer Daniel Ek auf die Bühne holte und eine umfangreiche Kooperation ankündigte.

Das Problem mit der Gema

Nutzer haben bei Spotify eine kostenlose Basisfunktion und zahlen für den vollen Zugang eine Flatrate. Wenn das Modell finanziell dauerhaft funktioniert, "wird Spotify die globale Musikplattform der nächsten Jahre", ist der Technikblogger Martin Weigert überzeugt. Entscheidend dafür ist die Frage, wie viel Streaming-Anbieter den Plattenfirmen und Künstlern zahlen müssen.

In Deutschland ist Spotify wegen dieser ungelösten Frage immer noch nicht verfügbar, da es noch keine Einigung über die Urheberrechtsvergütung mit der Gema gibt, die über die Rechte der deutschen Musiker wacht. Da diese Gesellschaft jedoch im Dezember nach jahrelangen Verhandlungen mit der Musikindustrie endlich generelle Tarife für Streamingdienste festgelegt hat, könnte Spotify im kommenden Jahr auch hierzulande endlich starten.

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