Ortswechsel

Leben und arbeiten in Toronto

Tobias Heyer
Teil eines riesiegen Teams
Der deutsche Kardiologe Lars Große-Wortmann arbeitet und forscht an einer der bekanntesten Kliniken der Welt, de den Namen einer Biermarke trägt.
Stell dir vor, ein Münchner Klinikum würde nach einer Biermarke benannt. Unvorstellbar - oder?", sagt Kardiologe Lars Große-Wortmann. Der 36-Jährige arbeitet im Labatt Family Heart Center in Toronto, benannt nach der größten Brauerei Kanadas. "Hier gibt es im Vergleich zu Deutschland eine aggressive Spendenwerbung", erzählt er. Eine ganze Klinik-Abteilung beschäftige sich mit der Spendenakquise. Vielleicht seien diese zusätzlich finanziellen Mittel der Grund, warum die Klinik weltweit so bekannt ist, fügt er hinzu.Vor gut drei Jahren ging Lars Große-Wortmann nach Toronto, arbeitete erst als Assistenzarzt, ehe er im vergangenen Sommer zum Oberarzt aufstieg. Flache Hierarchien, Schwerpunkte auf Kommunikation und Forschung sowie die Möglichkeit der permanenten Fortbildung kennzeichnen das Arbeiten. "Die Lehre wird hier groß geschrieben. Für Assistenten gibt es täglich mehrere Fortbildungsveranstaltungen", erzählt der Deutsche, der 20 Tage Urlaub im Jahr hat. Im Alltag werden die Ärzte nicht nur von Krankenschwestern und Pflegern unterstützt, sondern auch von Diätassistentinnen, Pharmazeuten, Stationssekretärinnen und Nurse Practioners - Krankenschwestern mit erweiterter Ausbildung, erzählt er.Viele Asiaten leben und wohnen in Toronto"Am Feierabend und am Wochenende gibt es für den Kanadier genau drei Sportarten: Eishockey, Eishockey und noch einmal Eishockey", sagt Lars Große-Wortmann. Die größte Stadt Kanadas beherbergt nicht nur Kanadier, sondern mehr als 500000 Chinesen, 150000 Koreaner und zahlreiche weitere Nationalitäten. "Der Fußball eint die vielen Nationen", hat Große-Wortmann beobachtet. Bei der Weltmeisterschaft 2006 und der Europameisterschaft 2008 seien die Fans im Autokorso durch die Stadt gefahren und hätten gemeinsam gefeiert.Der deutsche Oberarzt vermisst in der Stadt vor allem das deutsche Brot, deshalb hat er einen eigenen Backautomaten zu Hause. Gegessen wird in Toronto vor allem Gegrilltes. "Auf den Rost kommt am besten Angus-Steak aus Alberta", sagt er. Beim großen Stromausfall im Jahr 2003, als die Stadt mitten im Sommer drei Tage lang keinen Strom hatte, hätten die Menschen einfach alles gegrillt, was die auftauenden Kühltruhen so hergaben.
Dieser Artikel ist erschienen am 10.07.2009

Der jobturbo: eine suche - alle jobs

Themen im Überblick

Werden Sie eine Fair Company

Allgemeinbildung

Jetzt Neu: Die besten Vertriebsjobs

Die besten Trainee-Stellen

Karriere-Städteranking

Jobsuche + Bewerbung

Wer verdient wieviel?

Newsletter bestellen

Berufsreport