Fachkräftemangel

Konjunkturboom verschärft Fachkräftemangel

dpa
Nach von der Leyens Worten muss primär denjenigen Menschen ein besserer Zugang zum Arbeitsmarkt gewährt werden, die in Deutschland leben. Mit Blick auf die im Mai 2011 anstehende Lockerung der Zuwanderung aus anderen EU-Ländern mit voller Freizügigkeit für Arbeitnehmer warnte die Ministerin vor zu hohen Erwartungen. Der Engpass sei auch eine Chance für Jugendliche, Frauen mit Kindern und Ältere.Nach Aussage von Driftmann war der Fachkräftemangel seit Jahren absehbar. Es müssten nun rasch die Weichen gestellt werden: „Denn die Unternehmen befürchten in den kommenden fünf Jahren eine weitere deutliche Verschärfung der Fachkräftesituation.“ Für die Unternehmen komme es künftig darauf an, auch weniger Qualifizierte einzustellen.Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf müsse verbessert werden. Die Wirtschaft wolle auch stärker auf Ältere setzen.Die Grünen legten ein Konzept für den massiven Ausbau der Weiterbildung vor, um den Fachkräftemangel bei gleichzeitig hoher Arbeitslosigkeit anzugehen. „Von der Leyen hat kein Konzept, dieses Horrorszenario zu beheben“, kritisierte die Arbeitsmarktpolitikerin Brigitte Pothmer. Binnen drei Jahren soll nach den Vorstellungen der Grünen eine Million Menschen zusätzlich weitergebildet werden - Kostenpunkte: 800 Million Euro. „Von Gering- bis Hochqualifizierten wollen wir alle erreichen“, erläuterte Bildungsexpertin Priska Hinz.Dafür sollen Arbeitslose und Geringqualifizierte verstärkt in Mangelberufen wie Altenpflege oder Kindererziehung umgeschult werden.Per Erwachsenen-Bafög sollen Zuschüsse und Darlehen gezahlt werden.
Dieser Artikel ist erschienen am 25.08.2010

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