Grüne Energien

Jobs in der Energiebranche

Kirstin von Elm
Frederik Arbeiter forscht an der KernfusionFoto: © Andy Ridder
Porträt: Frederik Arbeiter
Die Sonne auf Erden Frederik Arbeiter erforscht Materialien für die Kernfusion. Ein Gramm Wasserstoff könnte eines Tages ungefähr so viel Energie liefern wie acht Tonnen Erdöl oder elf Tonnen Kohle - ganz ohne schädliche Abgase oder radioaktiven Müll. Vorausgesetzt, Wissenschaftler wie Frederik Arbeiter, 32, schaffen es, die Kernfusion als sichere, saubere, nahezu unerschöpfliche Energiequelle nach dem Vorbild der Sonne nutzbar zu machen.Was für Science-Fiction-Helden wie Perry Rhodan ein alter Hut ist, wirft in der Realität noch jede Menge Fragen auf. Beispielsweise die nach den Materialien, die den extremen Belastungen in einem Fusionsreaktor gewachsen sein müssen. Denn um auf der Erde wie auf der Sonne Wasserstoffatomteile zu Helium zu verschmelzen und so Fusionsenergie freizusetzen, sind im Inneren des Reaktors Temperaturen von mehr als 100 Millionen Grad erforderlich. Die Metallteile in einem Fusionskraftwerk müssen also einerseits sehr hitzebeständig sein, gleichzeitig aber auch den permanenten Kühldruck durch Gasgebläse aushalten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) experimentiert Frederik Arbeiter mit Materialproben, um herauszufinden, welche diesen Stress aushalten.Arbeiter sieht eine positive Zukunft für die KernfusionsenergieDas KIT, das gerade aus dem Zusammenschluss der Uni Karlsruhe mit dem Forschungszentrum Karlsruhe hervorgegangen ist, gilt als eines der führenden Zentren für Energieforschung in Europa. "Ich baue die Kisten, in denen die Proben in unserer Versuchsanlage getestet werden", sagt Arbeiter. Der Maschinenbau-Ingenieur ist Experte für Kühlverfahren. Nach seinem Studium an der Uni Karlsruhe mit Schwerpunkt Turbo- und Werkzeugmaschinenbau hat er von 2003 bis 2006 in Karlsruhe am Institut für Neutronenphysik und Reaktorsicherheit zu Kühlmethoden in Fusionsreaktoren promoviert. Seitdem ist er der Fusionsforschung als wissenschaftlicher Mitarbeiter treu geblieben.Für den jungen Ingenieur wird es erst noch so richtig spannend: In Südfrankreich entsteht als Teil des internationalen Forschungsprojekts ITER ein Versuchsreaktor, der voraussichtlich 2018 in Betrieb gehen wird. ITER soll erstmals mehr Energie liefern, als er zur Erzeugung der enormen Fusionstemperaturen verschlingt, und so beweisen, dass sich der Bau von Fusionsreaktoren rechnet. Fusionsforscher Frederik Arbeiter braucht also noch ein wenig Geduld, gibt sich aber optimistisch: "Ich bin überzeugt, dass ich den Start des ersten kommerziellen Fusionskraftwerkes miterleben werde."

Der jobturbo: eine suche - alle jobs

Thema des Tages

Büro-Organisation

Allgemeinbildung

Werden Sie eine Fair Company

 

Die besten Trainee-Stellen

Karriere-Städteranking

Jobsuche + Bewerbung

Wer verdient wieviel?

Newsletter bestellen

Berufsreport