Consulting

Jobchancen bei den "Hidden Champions"

Kirsten Ludowig
Philip von Le Suire, 29, ist bei Kerkhoff als Berater tätigFoto: © Rainer Holz
Philip von Le Suire, 29: Spezialist statt Generalist
Von BWL alleine fühlte sich Philip von Le Suire nicht genug herausgefordert. Also wählte er das Nebenfach Sinologie und ging für ein Jahr nach Shanghai. Dort machte er ein Praktikum bei Siemens und arbeitete im Supply Chain Management, im Einkauf und der Beschaffung. Der Job machte ihm so viel Spaß, dass er nach dem Abschluss unbedingt in diesem Feld tätig sein wollte. Aber nicht bei einem großen Unternehmen,sondern in einer spezialisierten Beratung. „Ich hätte mich eingeengt gefühlt, wenn ich mich so früh in die festen Strukturen eines Konzerns begeben hätte“, erzählt der 29-Jährige. „Ich wollte mehrere Unternehmen und Branchen kennen lernen.“ Zudem suchte er nach der Gelegenheit, Projekte in China betreuen zu können.
Damit waren die Möglichkeiten eingeschränkt und von Le Suire kam schließlich auf Kerkhoff in Düsseldorf, einem der Marktführer unter den auf Einkauf und Beschaffung spezialisierten Beratungen mit – zu seiner Freude – einer Niederlassung in China. Er überzeugte und stieg im Oktober 2007 als Consultant ein. Mittlerweile ist er querbeet durch die Unternehmens- und Branchenwelt gereist und war erneut, dieses Mal als Berater, mehrere Monate in Shanghai. In der Regel analysiert er zunächst das Einsparpotential im Einkauf des Kunden. Dann wird es meist praktisch. „Wir führen zum Beispiel die Verhandlungen mit den Lieferanten.“ Und Geschäftsführer Christian Michalak betont, worauf es ankommt: „Wir agieren sachbezogen. Auf das typische Berater-Denglisch und die Hochglanz-Charts verzichten wir.“Patrick Haibach, 39: Erfahrung statt Nachtschichten
Als Patrick Haibach, promovierter Physiker und Vater von zwei Kindern, überlegte, nach neun Jahren bei Infineon als Berater zu arbeiten, scheute er die Bewerbung bei den Global Playern. Bekannte waren für Top-Strategen im Einsatz und schürten eine große Sorge. „In meinem Alter wollte ich nicht mehr mit jungen Absolventen wetteifern, die glauben, man könnte mangelnde Erfahrung mit Nachtschichten ausgleichen, und die auch am Wochenende hyperaktiv sind, weil sie keine Familie haben“, sagt er. Da kam das Angebot von Management Engineers gerade recht.
Die Düsseldorfer beraten Kunden verschiedener Branchen. Das Besondere ist ihr Personalkonzept: Es fordert von allen Bewerbern drei bis zehn Jahre Industrieerfahrung. „Unsere Kunden würden es nicht akzeptieren, wenn ihnen ein 26-jähriger Youngster erzählen würde, was ein 50-jähriger Unternehmer anders machen soll“, erklärt Geschäftsführer Hanno Brandes. Mit etwa 37 Jahren ist das Durchschnittsalter der Einsteiger daher relativ hoch. Haibach, der seit Oktober 2008 an Bord ist, fühlt sich gut aufgehoben.
Dieser Artikel ist erschienen am 23.07.2009

Der jobturbo: eine suche - alle jobs

Thema des Tages

Büro-Organisation

Allgemeinbildung

Werden Sie eine Fair Company

 

Die besten Trainee-Stellen

Karriere-Städteranking

Jobsuche + Bewerbung

Wer verdient wieviel?

Newsletter bestellen

Berufsreport