Generation Golf

In Dubai boomt die Wirtschaft

Claudia Obmann
Katar:Gerade mal 160 Kilometer lang, 80 Kilometer breit, eine Million Einwohner. Das kleine Scheichtum sitzt auf gewaltigen Ölquellen und auf dem drittgrößten Erdgasvorkommen der Welt. 2009 will der weltweit größte Erdgas-Exporteur weitere Lizenzen zur Erdgasförderung vergeben.  2009 und 2010 wird das Land sechs neue Gasverflüssigungsanlagen (super-trains) in Betrieb nehmen und seine Gasproduktion damit um 80% steigern. Gleichzeitig werden mehrere Petro-Chemiewerke fertig. Die Baukräne stehen in der Hauptstadt Doha niemals still. Wichtigste Projekte: Ein neuer Flughafen und die künstliche Insel Katar Pearl, die der italienischen Lagunenstadt Venedig nachempfunden sein soll und bis zu 41000 Menschen Unterkunft bietet. Zusätzlich werden auf der Insel Luxushotels, Häfen, ein Yachtclub, Schulen, Restaurants und natürlich klimatisierte Einkaufswelten entstehen. Außerdem ist das Emirat Ausrichtungsort internationaler Konferenzen, der Nachrichtensender al-Dschasira hat hier sein Hauptquartier, gerade bewirbt man sich für die Olympischen Spiele 2016. Die Herrscherfamilie steckt zudem Unsummen in die Bildung.Bahrain:Das Königreich wird auch „Empfangssalon der Saudis“ genannt. Die Insel ist von amerikanischen Schlachtschiffen und saudischen Öltankern umringt. Lediglich eine Brücke trennt es vom mächtigen Saudi-Arabien. Weil das Emirat zwar stark vom Islam geprägt, aber sehr viel liberaler - auch in Einreisefragen - als der konservative Nachbar ist, laden die Saudis zu Gesprächen mit westlichen Vertretern gern in das kleine Inselreich ein. Grundsätzlich hat sich Bahrain in den letzten Jahren recht erfolgreich als Dienstleistungszentrum in der Region entwickelt, Finanzinstitute, Headhunter tummeln sich hier gerne. Aueßrdem bemüht sich der Inselstaat, mit seiner Formel-1-Rennstrecke und einem neuen Flughafen um weitere Ferien- und Messegäste.Oman:Oman dreht den Ölhahn auf. Die massiven Investitionen in eine verbesserte Ausbeutung älterer Ölquellen machen sich bezahlt: Das schwarze Gold sprudelt wieder kräftiger. Mit Hilfe von Reformen will der Sultan die Wirtschaft diversifizieren und Arbeitsplätze für die schnell wachsende einheimische Bevölkerung schaffen. Propagiert werden Investitionen in den Immobilien- und Tourismussektoren sowie in Bildungsstätten, für die verstärkt Kooperationen mit ausländischen Bildungsträgern – darunter auch deutschen Unis - geschlossen werden.Saudi-Arabien:Das Königreich will sechs Wirtschaftszentren (economic cities) in der Wüste hochziehen. Die spektakulärste dieser Kunst-Städte ist die „King Abdullah Economic City“ – ein 30 Milliarden-Dollar-Projekt für mehr als zwei Millionen Einwohner. Die Metropole am Roten Meer soll über einen Mega-Hafen, Finanzbezirk, Petrochemie- und Pharma-Komplexe sowie Einkaufsmeilen verfügen. Außerdem steckt der König viele Ölmilliarden in die akademische Bildung, den Rohstoff der Zukunft. Er serviert nach amerikanischen und britischen inzwischen auch einigen deutschen Rektoren einen modernen Campus sozusagen auf dem Silbertablett.Arbeiten in Dubai und Co
Dieser Artikel ist erschienen am 22.01.2009

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