Die Schweiz ist nicht nur bekannt für ihre hohen Berge, sondern auch für hohe Löhne. Kein Wunder, dass die Zahl der deutschen Auswanderer steigt. Allerdings machen sie nicht nur positive Erfahrungen mit unseren Nachbarn. Welche? Lesen Sie hier.
Melanie Diercks arbeitet in Basel in der GastronomieIn der Schweiz ist Melanie Diercks schon in viele Fettnäpfchen getreten: "Hier sollte man die eigene Meinung im Privatleben erst nach dem fünften gemeinsamen Aperitif kundtun und am Arbeitsplatz nach drei oder vier Monaten", sagt die 27-jährige Hamburgerin, die erst drei Jahre in Zürich lebte, bevor sie im Juli 2009 nach Basel zog. Obwohl die Schweizer in ihrer Anwesenheit schnell zum Hochdeutsch wechseln, bleibt auch sprachlich viel Spielraum für Missverständnisse. Verwirrung stiften Begriffe wie "Nüsslisalat" für Feldsalat oder "ein Eingeklemmtes" für ein Sandwich. In Basel fühlt sich die stellvertretende Restaurantleiterin dennoch sehr wohl. "Basel ist eine Industriestadt, architektonisch nicht so schön wie Zürich, aber die Leute sind zugänglicher und man wird schneller in den Freundeskreis aufgenommen." Es sei aber auch nicht immer leicht für Deutsche. Diercks Lehrberuf "Fachfrau für Systemgastronomie" war kaum bekannt und bei der Wohnungssuche erlebte sie, dass Schweizer bevorzugt wurden.Manuel Heim evaluiert in der Schweiz neue ArzneimittelDer 37-jährige Pforzheimer Manuel Heim arbeitet seit elf Jahren in der international gefärbten Basler Pharmaindustrie und findet die Zusammenarbeit mit Schweizern sehr angenehm. "Die meisten haben eine ruhige, überlegte Art und auf Hierarchien und Titel wird nicht so viel Wert gelegt, es wird sich geduzt." Mittlerweile ist der promovierte Humanbiologe als Global Head of Portfolio and Innovation Management für die Evaluation von Arzneimitteln zuständig. Die deutsche Art, Geschäfte zu machen, erscheint ihm "aggressiver und aufdringlicher". Insgesamt seien die Unterschiede zwischen beiden Ländern aber nicht so groß. In manchen Bevölkerungsschichten gebe es schon Vorbehalte gegenüber Deutschen, "was daran liegt, dass Deutsche die größte ausländische Bevölkerungsgruppe sind und oft in Führungspositionen eingesetzt werden". Übrigens lebe man mit demselben Bruttolohn in Deutschland besser. "In der Schweiz gehen zwar weniger Steuern und Sozialabgaben vom Gehalt ab, dafür sind die meisten Dinge im Alltag teurer: Miete, Krankenversicherung und Kinderbetreuung." Bei den Lebensmitteln könne man immerhin auf Supermärkte in Deutschland ausweichen. "Hier im Dreiländereck herrscht reger Grenzverkehr", sagt Heim. "Im nahen Frankreich hat man wieder ganz andere kulinarische und kulturelle Möglichkeiten."
Deutschland ade: Unternehmen verlagern Produktion, Verwaltung und Forschung in alle Welt – weil Schwellenländer wettbewerbsfähiger werden und Manager durch Herkunft und Werdegang so weltoffene wie nüchterne Kalkulierer sind wie keine Generation vor ihnen.
Meterhohe Aktenstapel, Fotos von den Kindern, Spielfiguren aus Plastik: Schreibtische sind nicht nur nüchterne Arbeitsfläche, sondern Spiegel der Seele und unserer Gesellschaft. Weil unsere Arbeitswelt im Umbruch ist, wird der eigene Schreibtisch aber zum Auslaufmodell. Die Zukunft gehört flexiblen Arbeitsplätzen.
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Unternehmen aus Zukunftsberufsfeldern decken ihren Fachkräftebedarf am leichtesten in den drei Großstädten, während sie in München und Stuttgart händeringend danach suchen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Langzeitstudie von karriere.de.
Foto: G. Altmann/Pixelio
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