Zeitmanagement

Herr über die Zeit

Zeit.de/Tina Groll
Tipp 7: Den Workflow optimieren
Manche Dinge können wir nicht beeinflussen: unproduktive, lange Sitzungen, einen stockenden Informationsfluss oder zu wenig Personal für zu viel Arbeit. Aber anderes lässt sich auch vom einfachen Sachbearbeiter ändern. In einer Konferenz kann jeder dazu beitragen, dass die Sitzung produktiv bleibt und nicht zu lange dauert.
Zudem kann es sich lohnen, sich mit Kollegen zusammenzuschließen, wenn sich Probleme häufen – zum Beispiel dann, wenn die Arbeitsbelastung zu hoch wird oder der Vorgesetzte seine Mitarbeiter permanent unzureichend informiert. Denn ein optimierter Workflow ist nützlich für alle.Tipp 8: Nichts überstürzen
Wenn der Druck überhand nimmt, neigen die meisten Menschen dazu, zu viel auf einmal zu versuchen. Das führt unweigerlich zu kräfteraubenden Hau-Ruck-Aktionen mit vielen Überstunden, die an anderer Stelle wieder abgebaut werden müssen. Und genau dieses Auf und Ab führt oft direkt in die nächsten Überstunden und Überlastungen. Wer in Stresssituationen die Ruhe bewahrt und nichts überstürzt, ist effektiver. Dazu gehört auch, manche Aufgaben nur so zu erledigen, dass es gerade so ausreicht und andere womöglich ganz zu streichen.
Tipp 9: Freizeit ohne Reue genießen
Selbst Gott hat am siebten Tag geruht. Deshalb sollte Freizeit auch Freizeit sein. Sie dient der Regeneration und der Entspannung, nicht dem Abhetzen und dem Nachholen all der Aufgaben, die man vorher nicht geschafft hat. Wenn Menschen ihre Freizeit mit weiteren Aufgaben voll stopfen, dann entsteht wieder Stress.
Wer die ungeliebte Tante am Sonntag nicht besuchen und sich stattdessen lieber ausruhen möchte, sollte das tun. Auch nicht jede Tätigkeit im Haushalt ist unbedingt notwendig. Wer gut zu sich selbst ist, genießt seine freie Zeit ohne Reue. Knapp genug ist sie ja sowieso.Tipp 10: Akzeptieren, dass man nicht allem gerecht werden kann
Auch wenn diese Wahrheit manchmal schwer zu ertragen ist: Man kann einfach nicht allem und jedem gerecht werden. Es wird immer wieder passieren, dass man Aufgaben nicht schafft, niemand ist unfehlbar. Diese Einsicht ist simpel – aber wer sie verinnerlicht, lebt schlagartig entspannter.
(Zuerst erschienen auf ZEIT ONLINE)
Dieser Artikel ist erschienen am 02.12.2009

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