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Leben und arbeiten in Kapstadt
Robert Hormes ist Projektleiter für das Fußballstadion für die WM 2010 in Kapstadt.
Von seiner Terrasse blickt Hormes auf den weiten Bogen der Tafelbucht. Links die ehemalige Gefängnisinsel Robben Island, rechts die Stadt und ein Stückchen Tafelberg. Dazwischen schippern Containerschiffe in den Hafen. Geradeaus ein Projekt, das die Kulisse Kapstadts kräftig verändern wird: der Rohbau des neuen Fußballstadions für die Weltmeisterschaft 2010. Robert Hormes ist Projektleiter für das Stadion. Gemeinsam mit Freundin Michele Ruegg, die auch Stadionmanagerin ist, wohnt er seit zwei Jahren am Kap. Im Herbst 2005 stellte ihr Arbeitgeber, das Berliner Büro von Gerkan, Marg und Partner, das Architektenpaar vor eine Herausforderung der besonderen Art: Ein Fußballstadion am anderen Ende der Welt zu bauen - und quasi bei Null anzufangen. "Von Anfang an war ich für das gesamte Projekt verantwortlich - es gab weder ein Baugrundstück, noch ein Büro oder Entwürfe. Ein großer Reiz", schwärmt der 33-Jährige. Heute arbeiten 2500 Arbeiter auf der Baustelle und Hormes fühlt sich, wie er sagt, "manchmal mehr als ein Politiker denn als ein Architekt."
(Text: N. Nelissen /W. Drechsle; Illustration: Bente Schipp)
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