Fressnapf

Futter bei die Fische

Petra Schäfer
Torsten Toeller ist mit Fressnapf mittlerweile MarktführerFoto: © Emanuel Bloedt
Zur Person: Torsten Toeller
Jeden Tag mindestens eine neue Idee fürs Geschäft - das ist das Tempo von Torsten Toeller, 43. Der gebürtige Kölner hat mit seiner Tierbedarfs-Kette Fressnapf in 19 Jahren einen Konzern mit 1000 Märkten in zwölf Ländern Europas aufgebaut, von Irland bis Ungarn und von Dänemark bis Spanien. Mit einem Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro ist Toeller inzwischen Marktführer in der Branche.Nach dem Abitur auf einer kirchlichen Jungenschule im Kloster Knechtsteden geht er nicht wie viele seiner Klassenkameraden zur Uni, sondern macht in Grevenbroich eine Ausbildung im Einzelhandel, was dem Beruf seiner Eltern geschuldet ist: Familie Toeller führt zwei Rewe-Supermärkte im Rheinland. Dort hat Toeller schon als Schüler mitgeholfen. Als Einzelhandelskaufmann hängt er noch ein einjähriges Studium an der Bundesfachschule des Lebensmitteleinzelhandels in Neuwied an und macht als Jahrgangsbester seinen Abschluss als staatlich geprüfter Handelsbetriebswirt.Mit 22 steigt er in den Berufsalltag ein, zuerst als Assistent der Vertriebsleitung für Extra-Supermärkte in Krefeld, dann als Marketingleiter bei der Handelsgruppe Markant in Offenburg. Als sein Chef bei Markant von Toellers Idee für Tier-Supermärkte zunächst nichts wissen will, macht sich Toeller mit knapp 24 Jahren selbstständig und gründet das Unternehmen Fressnapf Tiernahrung in Krefeld. Die Handelskette wächst rasant. Zur Gruppe gehören inzwischen auch der Getränkehandel Trinkgut und der Pferdesporthandel Equiva. Zeit für Hobbys bleiben dem Vater von drei Kindern nicht: Das Segeln - als Jugendlicher war Toeller noch im deutschen Nationalkader - hat er längst an den Nagel gehängt. Toeller lebt mit seiner Lebensgefährtin, drei Kindern und dem Mischlingshund Sunny in Duisburg.Franchise BoomTorsten Toeller hält Franchising für ein "SuperKonzept". Schließlich hat es ihm erlaubt, mit der Tiermarktkette Fressnapf in knapp 20 Jahren Marktführer in Deutschland zu werden und in elf europäische Länder zu expandieren. Der Vorteil liegt auf der Hand: Um eine neuen Filiale zu eröffnen, braucht Toeller kein eigenes Kapital. Nur der Franchisenehmer investiert als selbstständiger Unternehmer in den Laden. Per Vertrag darf er die Marke nutzen und muss im Gegenzug eine Gebühr an die Zentrale abführen. Eingekauft wird ebenfalls über die Zentrale.Bereits seit zehn Jahren ist Franchising in Deutschland auf dem Vormarsch. Bekannte Franchisegeber sind Unternehmen wie McDonald's, Starbucks oder Apollo-Optik.Von 1998 bis 2008 ist die Zahl der Franchisesysteme um 50 Prozent auf 950 gewachsen. 57000 selbstständige Unternehmer sind hierzulande Franchisenehmer. Gemessen an insgesamt 3,6Millionen Unternehmen in Deutschland ist das zwar immer noch gering. Aber Politik und Wirtschaft erwarten ein weiteres Wachstum in den nächsten Jahren. Auch die Arbeitsagenturen empfehlen Franchising als Weg in die Selbstständigkeit. Man solle dabei aber auf bekannte Marken setzen, sagen die Experten.
Dieser Artikel ist erschienen am 25.09.2009

Der jobturbo: eine suche - alle jobs

Büro-Organisation

Allgemeinbildung

Werden Sie eine Fair Company

 

Die besten Trainee-Stellen

Karriere-Städteranking

Jobsuche + Bewerbung

Wer verdient wieviel?

Newsletter bestellen

Berufsreport