Arbeiten im Ausland

Expatriates: So wird die Rückkehr zum Erfolg

Petra Blum
Was kann man tun, damit der Auslandsaufenthalt zum Erfolg wird - und sich die Rückkehr in die Heimat nicht als Sackgasse entwickelt?Wir haben folgende Tipps für Sie:1. Vor der Abreise sollte man eine Entsendungsvereinbarung mit dem Arbeitgeber treffen, in der die Rahmenbedingungen für die Vergütung und die Rückkehr schriftlich geregelt werden.2. Die Dauer des Auslandseinsatzes sollte ebenfalls schriftlich festgelegt werden: Oft wollen Arbeitgeber die Auslandseinsätze ihrer Mitarbeiter verlängern, vor allem wenn der Expat Erfolge erzielt. Doch ab einem Zeitraum von 5 Jahren gilt der Expat zu Hause als nur noch schwer integrierbar.3. Durch eine Re-Entry Klausel im Vertrag den Wiedereinstieg zu Hause im Unternehmen sichern: Hier kommt es auf die Formulierung an, meist wird dem Expat eine „gleichwertige Stellung“ zugesichert. Auf konkrete Positionszusagen lassen sich allerdings nur sehr wenige Arbeitgeber ein. Wichtig ist außerdem bei der Festlegung des zukünftigen Einsatzortes der Zusatz „im Inland“, ansonsten kann aus der Rückkehr schnell der nächste Auslandseinsatz werden.4. Wer während des Auslandsaufenthalts in der deutschen Sozialversicherung bleibt, vermeidet, dass ihm nach der Rückkehr die Auslandszeit nicht auf die Rentenversicherung angerechnet wird. Voraussetzung hierfür ist, dass das inländische Beschäftigungsverhältnis bestehen bleibt.5. Während des Auslandsaufenthaltes ständigen Kontakt zum Mutterkonzern halten: Die beste Möglichkeit, um zu Hause präsent zu bleiben, ist die Benennung eines Mentors, mit dem der Expat regelmäßigen Kontakt pflegt. Ein Mentor kann auch nach der Rückkehr unter die Arme greifen, wenn es darum geht, eine neue Position zu finden.6. Durch Telefon, E-Mail und gelegentlich Heimflüge den Kontakt zu Kollegen und Vorgesetzten halten.7. Die Rückkehr schon ein halbes Jahr im Voraus planen: Der Abschied vom Gastland ist oft genauso schwer wie es die Eingewöhnung zu Beginn des Auslandsaufenthaltes war. Mit genügend Vorlauf lassen sich Anschlussposition, Wohnung und andere organisatorische Fragen im Vorfeld regeln, um anschließend Enttäuschungen zu vermeiden.8. Viele Unternehmen oder Relocation-Spezialisten bieten Rückkehrer-Workshops an. Dort lernen die Rückkehrer, dass sie mit ihren Problemen nicht alleine sind – dass es zum Beispiel normal ist, sich nach einigen Monaten zu Hause wieder weg zu wünschen.
Dieser Artikel ist erschienen am 19.11.2008

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