Personalberater

Das Internet setzt Headhunter unter Druck

Julia Leendertse / wiwo.de
„Die Schere zwischen kleinen und großen Personalberatungen geht immer weiter auf“, sagt Wolfgang Lichius, Vorsitzender des Fachverbandes Personalberatung beim Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU). Der Grund: Gerade kleinere Anbieter sind häufig regional aufgestellt. Lokal gut verdraht zu sein, reicht als Verkaufsargument aber immer weniger aus.Wer Kunden glaubhaft vermitteln will, ihm die besten Fach- und Führungskräfte, die es auf dem Markt gibt, vorzustellen, kann nur überregional arbeiten. Und in der Liga spielen schon genügend namhafte Häuser. Wollen Headhunter den Internet-Tsunami und den wachsenden Fach- und Führungskräftemangel bestehen, sollten sie vor allem eins: Bei der Suche und Auswahl ihrer Kandidaten weniger schematisch vorgehen.Nach Schema können nämlich auch Maschinen Menschen aussuchen. Bisher sind  95 Prozent der Manager in Deutschland Akademiker, fast ebenso viele männlich und ganze 56 Prozent haben promoviert. In der Schweiz ist man mit 25 Prozent Promovierten da schon weniger titelgläubig. Und in den USA belächelt man die Doctores eher: Nur sechs Prozent der US-Manager brauchten einen Doktortitel, um ihre Führungsfähigkeiten unter Beweis zu stellen.


(Artikel zuerst erschienen bei WirtschaftsWoche Online wiwo.de)
Dieser Artikel ist erschienen am 25.08.2010

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