Solarbranche

Das Geschäft mit der Sonne

Til Knipper
Cilensek und Dormagen: Vom Studium direkt in die Verantwortung bei SolarworldFoto: © Rainer Holz
Die Abteilungen Marketing und Vertrieb will Solarworld weiter ausbauen. Gerade der Vertrieb wird immer wichtiger. Verkauften sich die Solaranlagen aufgrund der großzügigen staatlichen Förderungen lange Zeit wie von selbst, wird der Wettbewerb in den kommenden Jahren härter werden. Das gilt nicht nur für Deutschland. Auch in anderen Ländern werden die Solarsubventionen abgebaut. "Deswegen erweitern wir auch den internationalen Vertrieb", sagt Sitha Stübe.
Solarworld  - ein Wunscharbeitgeber bei AbsolventenDie Kunden in Italien nicht nur zu halten, sondern den Marktanteil dort stetig zu erhöhen, das ist die Aufgabe von Caroline Cilensek. Die 30-Jährige hat acht Jahre in Italien gelebt und Kultur-, Sozialwissenschaften und Sprachen studiert. Sie ist seit etwas mehr als einem Jahr bei Solarworld und hat schnell Verantwortung übertragen bekommen. "In den ersten drei Monaten habe ich gemeinsam mit Kollegen die Kunden in Italien besucht und kennengelernt", sagt Cilensek. Seitdem bearbeitet sie den italienischen Markt mit einem Kollegen weitestgehend selbstständig. "Nach kurzer Rücksprache mit unserem Vorgesetzten können wir unsere Ideen zügig umsetzen." So hat sie sich für die Zukunft vorgenommen, Marketing, Kommunikation und Internetauftritt zu verbessern, um die Bekanntheit der Marke Solarworld in Italien zu vergößern.Eine bekannte Marke hilft aber nicht nur beim Absatz der Produkte, sondern auch beim Recruiting von Absolventen und Berufseinsteigern. Im Absolventenbarometer 2009 des Meinungsforschungsinstituts Trendence wählten angehende Ingenieure, die kurz vor dem Examen standen, Solarworld als Neueinsteiger direkt auf Platz 15 im Ranking der Wunscharbeitgeber."Das ist wichtig für Solarworld, weil Elektro- und Maschinenbauingenieure und Verfahrenstechniker in der ganzen Branche sehr gefragt sind", sagt Theo Bühler, Experte für den Arbeitsmarkt Erneuerbare Energien vom Wissenschaftsladen Bonn. Sitha Stübe hebt die Zusammenarbeit mit den Universitäten hervor: "Wir pflegen intensive Kontakte mit vielen Professoren und gehen auch selbst regelmäßig in die Universitäten." Viele Einsteiger finden so den Weg zu Solarworld über ihre Abschlussarbeit, die sie im Unternehmen schreiben. "Wir schreiben teilweise gemeinsam mit Lehrstühlen Themen aus, bekommen aber auch viele Initiativbewerbungen", sagt Stübe.So war es auch bei Manuel Dormagen, 27. Der gelernte Industrieelektroniker studierte nach seiner Lehre Maschinenbau an der FH Köln. "Für meine Diplomarbeit über Montagesysteme von Solaranlagen habe ich mich direkt hier beworben", erzählt Dormagen. Danach hat Solarworld ihn Ende 2007 direkt fürs Produktmanagement übernommen. Auf eigenen Wunsch ging Dormagen nach einer kurzen Einarbeitungsphase direkt für zehn Monate nach Kalifornien zum amerikanischen Tochterunternehmen der Solarworld.

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