Internationale Politik

Auswärtiges Amt fördert Akademiker

Claudia Obmann
Stipendien für Studenten und Absolventen
Das Carlo-Schmid-Programm finanziert herausragenden deutschen Studenten und Graduierten aller Fachbereiche mehrmonatige Praktika in der internationalen Verwaltung. Die Geldspritze kommt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und von der Robert Bosch Stiftung. Studierende erhalten je nach Einsatzland ab 650 Euro pro Monat, Graduierte ab 925 Euro monatlich. Dazu kommen noch länderabhängige Reisekostenpauschalen. Bewerbungsschluss für Praktika im Zeitraum zwischen September 2010 und Juni 2011 ist voraussichtlich der 15. Februar 2010.
Es gibt zwei Programmlinien: Linie A richtet sich an Kandidaten, die sich in Eigenregie um ein drei- bis sechsmonatiges Praktikum bei EU-Institutionen, bei den Vereinten Nationen, bei der Weltbank oder dem Internationalen Währungsfonds beziehungsweise bei der Nato oder OSZE kümmern. Auch ein selbst organisiertes Praktikum bei einigen ausgewählten Nichtregierungsorganisationen wie Amnesty International oder Greenpeace ist förderwürdig. Bei Programmlinie B können sich Interessenten auf maximal zwei offiziell ausgeschriebene Praktikumsangebote mit einer Dauer von vier bis zehn Monaten bewerben.Voraussetzung für beide Linien sind sehr gutes Englisch und gute Kenntnisse einer zweiten Fremdsprache. 
Bewerbungsunterlagen: www.daad.de (auf der Homepage nach "Carlo-Schmid-Programm" suchen)
Das Mercator Kolleg für internationale Aufgaben ist der offizielle Nachfolger des Bosch- Stiftungskollegs für internationale Aufgaben. Das Gemeinschaftsprojekt der Studienstiftung des deutschen Volkes und der Stiftung Mercator in Kooperation mit dem Auswärtigen Amt fördert weiterhin hochqualifizierte, deutschsprachige Hochschulabsolventen aller Fachrichtungen, die Führungspositionen in Internationalen Organisationen anstreben. Jährlich werden 20 Kollegiaten aus Deutschland aufgenommen, die nicht älter als 30 Jahre sind. Weitere Voraussetzung für Bewerber: ein Jahr Auslandserfahrung nach dem Abi und neben sehr guten Englisch-Kenntnissen die Beherrschung einer weiteren Fremdsprache.Während des 13-monatigen Programms arbeiten die Teilnehmer in zwei bis drei Internationalen Organisationen oder in global tätigen NGOs mit. Eine von den Kollegiaten entworfene praktische Fragestellung bestimmt als Projektvorhaben die Wahl der Arbeitsstationen. Begleitend finden Seminare zur Entwicklung von Führungs- und Schlüsselkompetenzen statt.Bewerbungen für das Programmjahr 2010/ 2011 sind bis 30. März 2010 möglich. Das monatliche Stipendium beträgt 1250 Euro. Darüber hinaus werden diverse Auslandsaufenthalte und Sprachkurse finanziert. 
Bewerbungsunterlagen: www.stiftung-mercator.org (Projekte/Internationale Verständigung/Mercator Kolleg für internationale Aufgaben)
Staatliche Starthilfe
Im Stellenpool des Auswärtigen Amtes sind alle aktuellen Vakanzen in internationalen Organisationen und europäischen Institutionen gelistet. Im Personalpool können berufserfahrene Spezialisten ihr Bewerbungsprofil hinterlegen. 
Info: www.jobs-io.de.
Jeden Februar werden rund 40 Stellen für Beigeordnete Sachverständige ausgeschrieben. Voraussetzung für den 24-monatigen Dienst bei den Vereinten Nationen sowie der Weltbank: erste Berufserfahrung nach dem Studium, Höchstalter 32 Jahre. Gefragt sind Volkswirte, Juristen, Sozial-, Politik- und Verwaltungswissenschaftler, Agrarökonomen, Geografen, Betriebswirte und Umweltingenieure. Ihren Einsatz vergütet die Bundesregierung. Interessenten können sich auf zwei Stellen bewerben. Kandidaten werden der betreffenden Institution empfohlen.
Info: www.ba-auslandsvermittlung.de (nach "Arbeiten bei internationalen Organisationen" suchen)
Dieser Artikel ist erschienen am 01.01.2010

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