Alexandra Knauer wollte nie Unternehmerin werden. Die elterliche Messgeräte-Firma war für sie nie interessant. Erst als die Firma vor dem Aus steht, bringt sie sich ein - und macht es so gut, dass sie nun Unternehmerin des Jahres ist.
Alexandra Knauer bleiben von jedem Arbeitstag nur zwei Stunden, in denen sie ihr Unternehmen alleine leitet. Immer zwischen neun Uhr und elf Uhr ist das. Es ist die Zeit, in der ihre Mutter am Frühstückstisch sitzt.Alexandra Knauer ist 44 Jahre alt, hat zwei Kinder und führt ein Unternehmen mit über 100 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von fast 20 Millionen Euro. Doch ihr Arbeitszimmer teilt sie sich mit ihrer Mutter Roswitha Knauer, die lange als kaufmännische Geschäftsführerin bei Knauer arbeitete.Die ungewöhnliche Bürogemeinschaft ist Sinnbild für Aufstieg, Beinahe-Ruin und Rettung der Firma Herbert Knauer GmbH: Im Unternehmen klappt es nur, wenn auch die Familie funktioniert - und das Familienleben läuft erst, wenn es im Unternehmen gut läuft. Bei der Berliner Unternehmerfamilie Knauer war nicht immer eitel Sonnenschein, aber in entscheidenden Momenten wurden die Rollen richtig verteilt.Keine glatte ErfolgsgeschichteDie Geschichte von Alexandra Knauer ist deshalb eine, die sich als Lehrstück für die erfolgreiche Leitung eines Familienunternehmens eignet. Weil sie nicht glatt verläuft, sondern viele typische Probleme auftauchen und sie dennoch ein Happy End hat.Seit Jahren wächst der Familienbetrieb, der sein Geld mit dem Verkauf wissenschaftlicher Messgeräte verdient, am Umsatz und an Beschäftigten. Wo vor 15 Jahren noch gut 30 Mitarbeiter zusammen sechs Millionen Mark Umsatz erwirtschafteten, kamen die inzwischen 104 Mitarbeiter 2009 auf 17,3 Millionen Euro Geschäftsvolumen.Und dieser Erfolg ist ihr Werk: Am Montag kürte der Champagner-Konzern Veuve Clicquot Alexandra Knauer deshalb zur Unternehmerin des Jahres. Als Knauer, die eher eine ruhige, zurückhaltende Persönlichkeit ist, in Berlin den Preis überreicht bekommt, reißt sie ihn gleich in die Höhe.
Deutschland ade: Unternehmen verlagern Produktion, Verwaltung und Forschung in alle Welt – weil Schwellenländer wettbewerbsfähiger werden und Manager durch Herkunft und Werdegang so weltoffene wie nüchterne Kalkulierer sind wie keine Generation vor ihnen.
Meterhohe Aktenstapel, Fotos von den Kindern, Spielfiguren aus Plastik: Schreibtische sind nicht nur nüchterne Arbeitsfläche, sondern Spiegel der Seele und unserer Gesellschaft. Weil unsere Arbeitswelt im Umbruch ist, wird der eigene Schreibtisch aber zum Auslaufmodell. Die Zukunft gehört flexiblen Arbeitsplätzen.
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Unternehmen aus Zukunftsberufsfeldern decken ihren Fachkräftebedarf am leichtesten in den drei Großstädten, während sie in München und Stuttgart händeringend danach suchen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Langzeitstudie von karriere.de.
Foto: G. Altmann/Pixelio
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