Gute Arbeit ist die eine Sache, rechtzeitig am Arbeitplatz zu erscheinen eine andere. In wirtschaftlichen harten Zeiten achten Vorgesetzte noch stärker darauf, dass ihre Mitarbeiter pünktlich sind. Das zeigt eine Studie des Personaldienstleisters Career Builder.
Dafür wurden 130 deutsche Führungskräfte unterschiedlicher Branchen befragt. 40 Prozent der Führungskräfte in Deutschland achten seit der Wirtschaftskrise stärker darauf, wann ihre Mitarbeiter eintreffen. Für 31 Prozent der Arbeitgeber wäre es sogar ein Kündigungsgrund, wenn ein Angestellter zwei- oder dreimal zu spät zur Arbeit kommt. Für neun Prozent ist diese Grenze bei vier bis fünf Verspätungen erreicht.Vorgesetzten ist es zwar am liebsten, wenn Mitarbeiter ihren Arbeitstag zu den vorgesehenen Zeiten beginnen, viele Unternehmen ermöglichen ihren Mitarbeitern aber auch eine gewisse Flexibilität. Für 34 Prozent der deutschen Arbeitgeber ist es unproblematisch, wenn Angestellte zu spät kommen, solange sie ihre Arbeit gut und in angemessener Zeit erledigen.Die Umfrage ermittelte auch die ungewöhnlichsten Ausreden bei Verspätungen. Dabei wurden den Arbeitgebern teilweise völlig absurde Entschuldigungen vorgelegt. Ein Mitarbeiter berichtete über einen Banküberfall vor seinem Haus. Ein Arbeitnehmer war beunruhigt über einen bevorstehenden Kometeneinschlag und kam deshalb zu spät. Und ein Angestellter war deshalb unpünktlich, weil sein Auto durch einen gestohlenen Wagen blockiert war, von dem die Polizei gerade Fingerabdrücke nahm.Die Tugend der Pünktlichkeit ist im Hinblick auf den Karriereweg nicht zu unterschätzen. „Pünktlichkeit hat Einfluss darauf, wie ein Mitarbeiter im Hinblick auf Professionalität und Zuverlässigkeit wahrgenommen wird", sagt Tony Roy, Managing Director von Career Builder Germany. Nicht nur für Vorgesetzte, sondern auch für Kollegen sei wiederholtes Zuspätkommen ärgerlich. Vor allem dann, wenn sie sich um die zusätzlich anfallende Arbeit kümmern müssten.Ein Mitarbeiter, der hingegen pünktlich ist, signalisiert: Auf mich ist Verlass! Und so etwas sieht jeder Chef gerne.
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Foto: G. Altmann/Pixelio
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