Realitäts-Check

80 Stunden Gott in Weiß

Carola Sonnet
Von 7.30 Uhr bis 8.30 Uhr am nächsten Morgen ist er bei Nachtschichten im Krankenhaus, ab 16.30 Uhr im Bereitschaftsdienst, nachts steht ein Bett bereit, in dem er schläft, bis das Telefon klingelt und jemand versorgt werden muss. Das Jahr in der Notaufnahme vorher war abwechslungsreicher: "Da war mehr Action", sagt Frost. Er hatte dort einen ganz engen Draht zu den unterschiedlichen Fachdisziplinen, flachere Hierarchien. Hier hat er das Handwerk gelernt, hat verstanden, wie ein Krankenhaus funktioniert. Die Fälle kamen im Minutentakt rein, auch nachts.Wann kommt denn der Arzt?Voll konzentriert zu arbeiten wenn andere schlafen, das ist die Herausforderung, für die die Ärzte eine bessere Bezahlung fordern. Bisher werden Bereitschaftsdienste nicht als vollwertige Arbeitszeit gewertet, so lassen sich Kosten sparen. Frost verdient in seinem zweiten Ausbildungsjahr 2500 Euro netto im Monat, inklusive Schichtzulage.Auf der Station verbringt er genauso viel Zeit mit den Patienten wie mit Papierkram: "Die Hälfte der Zeit sitze ich am Computer." Er schreibt Berichte, fügt Befunde ein, formuliert Entlassungsbriefe.Weil er eher jugendlich wirkt haben ihn schon manchmal Patienten gefragt: "Wann kommt denn der Arzt?" Aber das macht ihm nichts aus. Hauptsache er hat das Gefühl, ihnen helfen zu können. Und das hat er meistens.VergütungDas Gehalt hängt davon ab, in welcher Klinik ein Arzt arbeitet:Uni-Klinik: 3846 Euro brutto monatlich ab dem 1. Berufsjahr (5076 Euro als Facharzt) bei 42 Wochenstunden und 26 bis 30 Urlaubstagen.Kommunales Krankenhaus: 3663 Euro ab dem 1. Berufsjahr (4834 Euro als Facharzt) bei 40 Wochenstunden und 26 bis 30 Urlaubstagen.
Quelle: Marburger Bund
Dieser Artikel ist erschienen am 19.02.2010

Der jobturbo: eine suche - alle jobs

Thema des Tages

Büro-Organisation

Allgemeinbildung

Werden Sie eine Fair Company

 

Die besten Trainee-Stellen

Karriere-Städteranking

Jobsuche + Bewerbung

Wer verdient wieviel?

Newsletter bestellen

Berufsreport