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Uni-Alltag

Studieren am A… der Welt

Teil 2: "Ein totaler Kulturschock"

"Abgesehen von ein paar Weinfesten und der schönen Natur war die Zeit in Edenkoben ziemlich langweilig. Das Studentenleben findet quasi nicht statt und das Freizeitangebot ist auf Touristen im Rentenalter ausgelegt. Richtiges Studentenleben habe ich später beim Studium in Mainz und Saarbrücken nachgeholt."

Oliver Johann, 31, Finanzwirtschaft (Diplom), Fachhochschule der Finanzen, Edenkoben

"In Lingen kann man schon mal einen Lagerkoller kriegen. Einen richtigen Campus gibt es nicht. Und auch keine Mensa. Zum Glück hatte ich eine Mitbewohnerin, die gut kochen konnte. Ach ja, wer in einer Kleinstadt wie Lingen feiern gehen will, der muss sich mit einem Club und drei Hochschulpartys pro Semester begnügen."

Thomas Kartanowicz, 27, Kommunikation und Management (Master), Hochschule Osnabrück, Campus Lingen

"Für mich war es die richtige Entscheidung, in eine Kleinstadt zu ziehen, weil ich mich einfach wohler fühle, wenn ich nach einem Tag in der Hochschule an der Elbe entspannen oder in der Stadt gemütlich in einem Café sitzen kann – ohne betonierte Flächen und Menschenmassen. Hier ist alles ein bisschen langsamer, ein bisschen ruhiger und wie ich finde, ein bisschen schöner.“

Vanessa Oldenburg, 24, Business Administration mit dem Schwerpunkt Entrepreneurship (Bachelor), Private Hochschule Göttingen, Campus Stade

"Ich habe mich bewusst für Köthen entschieden. Der Standort hat in Bezug auf Ingenieurwesen eine lange Tradition. Und auch die studentische Kultur wird hier gepflegt. Bands, Theatergruppen, Campusradio, Studentenclubs und Bars sorgen dafür, dass das Studium nicht allzu langweilig wird."

Sebastian Schmidt, 23, Wirtschaftsingenieurwesen/Maschinenbau (Bachelor), Hochschule Anhalt, Campus Köthen

"Einer kleinen Studentenstadt wie Lippstadt fehlt weniger, als die meisten denken. Es gibt alles vor Ort: Sportvereine, Kneipen, Restaurants und Diskotheken. Außerdem ist eine günstige Studentenwohnung in unmittelbarer Nähe der Hochschule in kleinen Städten noch bezahlbar."

Professor Dr. Simon Nestler, 29, Professor für Praktische Informatik, Hochschule Hamm-Lippstadt

"Es war ein totaler Kulturschock, von Hamburg nach Elsfleth zu ziehen. An meinem ersten Tag war kein Mensch auf der Straße. In einem Café sitzen und Leute angucken, geht hier halt nicht. Nach der Einführung an der Hochschule ging's dann aber. Man kriegt sehr schnell Anschluss und es gibt hier richtig urige Kneipen. Und zur Not ist man auch in einer halben Stunde in Bremen."

Gitte Müller, 26, Nautik (Bachelor), Jade Hochschule, Campus Elsfleth


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