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Assessment Center für Könner
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Assessment Center

Knack den Highscore!

Ulrike Heitze
Assessment Center sind wie Super-Mario für den Job: Prüfung für Prüfung dem Ziel entgegen. Mit diesen Tipps meistert ihr den Aufgabenparcours und geht als Sieger daraus hervor.
Ein Anschreiben, ein Vorstellungsgespräch, ein Job – das war einmal. Heute treiben Arbeitgeber in Bewerbungsverfahren deutlich mehr Aufwand. Sehr beliebt sind sogenannte Assessment Center (AC), in denen Kandidaten dabei beobachtet werden, wie sie unter Zeitdruck Aufgaben lösen oder im Team mit komplexen Situationen aus dem Arbeitsalltag umgehen. ACs gibt es für sämtliche beruflichen Positionen – vom Praktikumsplatz bis zum Führungsposten. Deshalb ist es sinnvoll, sich so schnell wie möglich mit dem Prozedere vertraut zu machen. Die zehn besten Tipps:

  1. Vorab schlaumachen
    Vor dem AC-Termin sollte man sich intensiv mit dem Unternehmen, der Branche und dem Tagesgeschehen befassen. Es kann alles thematisiert werden.

  2. In sich gehen
    Nur wer sich selbst kennt, kann auch gut über sich reden. Also, Antworten auf Kern­- fragen vorbereiten: Wer bin ich? Was kann ich? Was will ich? Und warum will ich genau diesen Job oder dieses Praktikum? Dazu auch Freunde fragen: Wie siehst du mich? Was kann ich gut? Auf welchem Gebiet habe ich Schwächen?

  3. Üben, üben, üben
    Die Selbstpräsentation lässt sich gut vorbereiten. Tipp: Ein Video drehen und sich darin einem fiktiven Personaler vorstellen. Auch eine Gruppendiskussion zu einem aktuellen Thema lässt sich mit Freunden proben. Sinnvoll ist auch, Feedback von einem Berufserfahrenen über die persön­liche Wirkung einzuholen.

  4. Auf das Unternehmen eingehen
    Dabei geht es um die Frage: Was bringt ein Bewerber mit, das dem Unternehmen nützt? Arbeitgeber möchten wissen, wie sich Know-how und Erfahrung belegen lassen. Also nicht nur den Lebenslauf herunterbeten, sondern mit Beispielen aus der Vita Parallelen zum künftigen Job ziehen.

  5. Authentisch bleiben
    Ziel im AC ist es, sich von seiner besten Seite zu zeigen. Aber keine Facetten hinzuerfinden, nur weil man glaubt, diese oder jene Eigenschaft könnte für die Stelle gefragt sein. Wer schauspielert, muss das später auch im Job durchhalten.

  6. Viele Wege führen zum Ziel
    In ACs geht es in der Regel nicht um die eine „richtige“ Lösung, sondern vor allem um die Herangehensweise der Bewerber. Auch abseitige Ergebnisse sind mit einer guten Begründung okay.

  7. In den Pausen aufpassen
    Auch beim Small Talk in der Mittagspause werden Jobanwärter beobachtet und bewertet.

  8. Den passenden Ton treffen
    Wer in Teamübungen andere ständig abbügelt oder nur seine eigene Meinung gelten lässt, kommt genauso schlecht rüber wie jemand, der sich komplett zurücknimmt. Ziel ist es, präsent, freundlich und aufmerksam zu sein.

  9. Auf die innere Stimme achten
    Auch das Unternehmen steht bei einem AC auf dem Prüfstand – als potenzieller Ar­beitgeber für den Bewerber. Also schauen und hören, ob man zueinander passt!

  10. Feedback einholen Auch wenn es mit der Stelle nicht klappen sollte, kann man aus den Erfahrungen fürs nächste Mal lernen. Wenn möglich nachfragen, warum es die Absage gegeben hat.



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