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Mondlandung
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Studienpioniere

Die Ersten ihrer Art

Ulrike Heitze, Handelsblatt Karriere Abi
Der erste Student in der Familie? Die Eltern sind keine große Hilfe? Leider haben es Vorreiter immer ein bisschen schwerer. Hier ein paar Tipps von der Karriere Abi-Redaktion, damit die Entscheidung für Studium oder Lehre leichter fällt und der Weg weniger beschwerlich ist.
• Die eigene Motivation prüfen:

Findet man den Berufsweg xy attraktiv, weil die Eltern und Freunde das so wollen? Weil man nichts anderes kennt? Weil es der einfachste Weg ist? Oder weil er einem wirklich am Herzen liegt?

• Eltern überzeugen:

Im Jahr 2011 waren nur 2,2 Prozent der Uni-Absolventen arbeitsuchend gemeldet (Fachhochschul-Absolventen: 2,5 Prozent). Studieren schützt somit vor Arbeitslosigkeit.

• Aktiv Hilfe und Antworten suchen:

Wer nicht fragt, bleibt dumm. 

• Gleichgesinnte suchen:

Zusammen ist man weniger allein. Und wer sich umschaut, wird überrascht sein. An den Hochschulen tummeln sich mehr Arbeiterkinder als erwartet. Es spricht nur kaum einer darüber.

• Sich selbst Mut machen:

Ein fetter und gut sichtbarer Zettel mit "Du schaffst das!" drauf hilft beim Durchhalten in schlechten Zeiten.

• Drüber reden statt totschweigen:

Wer seine Ängste und Unsicherheiten raus lässt, bekommt keine Magengeschwüre – dafür aber vielleicht wertvolle Tipps und Kontakte.

• Hochschulart austesten:

Fachhochschulen werden von Nichtakademikern vielfach als entspannter erlebt. Das Studium ist oft praxisorientierter, zielgerichteter und überschaubarer. Das gibt mehr Rückhalt und Orientierung.

• Die Vorteile der eigenen Herkunft schätzen lernen:

Sich in unterschiedlichen Kulturen, Sprachen und gesellschaftlichen Schichten auszukennen, ist in unserer globalisierten Gesellschaft von großem Wert – auch wenn einem in Hochschulkreisen gerne mal Standesdünkel entgegengebracht werden. Grundsätzlich lässt sich so etwas aktiv bei Nebenjobs, Praktika und beim Berufseinstieg ausspielen. Es bedarf allerdings einiges an Selbstbewusstsein und Überzeugungskraft, weil viele Unternehmen immer noch klassische Bildungsbürgerbiografien gewohnt sind.
Dieser Artikel ist erschienen am 23.05.2013


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