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Auf die Plätze, fertig, los!

Teil 4: Wunschuni und Nachrückverfahren

Ich bin an meiner Wunschuni leer ausgegangen. Welche Alternativen habe ich?

Eine Absage ist keine Katastrophe. Wer nicht auf Anhieb einen Studienplatz abbekommt, hat noch diverse Optionen – etwa die Bewerbung bei weiteren Hochschulen. Möglicherweise gibt es anderswo zulassungsfreie Studiengänge, die ähnliche Inhalte bieten wie die zunächst angepeilte Adresse.

Tipp: Bei kleineren Hochschulen fernab der Großstädte herrscht oft weniger Andrang.

Weitere Möglichkeiten: Aufs Nachrückverfahren hoffen oder eine Hochschule im Ausland erwägen.

Fruchtet das alles nicht, könnte man zumindest als Gasthörer schon mal die Vorlesungen besuchen und auf einen späteren Studienplatz hoffen. Die Chancen sollte man aber vorher mit der Studienberatung durchsprechen. Alternativ kann eine Warteschleife mit Praktika zur Berufsorientierung, einem freiwilligen sozialen Jahr oder mit einem Sprachkurs gefüllt werden. Das gibt inhaltlich Pluspunkte, erhöht die Wartezeit und damit die Chancen, in der nächsten Auswahlrunde zum Zuge zu kommen. Wer Medizin & Co. – also eines der bundesweit zulassungsbeschränkten Fächer – studieren möchte und deshalb fachlich nicht ausweichen kann, kann es mit Einklagen versuchen.


Wie funktioniert das Nachrückverfahren?

Durch Mehrfachbewerbungen bei unterschiedlichen Unis um einen Studienplatz erhalten einige Abiturienten oftmals auch mehrere Zusagen – antreten können Erstsemester in der Regel allerdings nur einen Studienplatz. Sobald an den anderen Hochschulen klar ist, dass vorgesehene Kandidaten nicht kommen, gehen die frei gewordenen Plätze zurück in den Pool. Meist werden sie von den Unis dann verlost, die Noten werden somit unbedeutend. Oft gibt es sogar mehrere Nachrückrunden hintereinander, so dass mitunter das Semester schon läuft, bevor der allerletzte Platz vergeben ist.

Positiv: Für die Nachrückrunden im dialogorientierten Verfahren auf hochschulstart.de – die sogenannten Clearingverfahren – können sich auch Bewerber registrieren, die sich in der ersten Runde nicht über diesen Weg, sondern vielleicht direkt an einer Uni um einen Studienplatz beworben haben.

Nützliche Links:
Studienplatzbörse der HRK und der Stiftung für Hochschulzulassung


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