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Auf die Plätze, fertig, los!

Ulrike Heitze
Sich für ein Studium zu entscheiden ist das eine, einen Platz an der Wunschhochschule zu ergattern, das andere. Karriere Abi beantwortet die wichtigsten Fragen zum Bewerbungsprozedere.
Wie finde ich überhaupt einen passenden Studiengang?

Wer sich schon für eine Fachrichtung entschieden hat, muss im Anschluss herausfinden, welche Hochschule und welches Studienfach ihm konkret das bietet, was er erlernen möchte. Für den ersten Überblick helfen die Datenbanken von Hochschulkompass oder vom Zeit-Verlag weiter. Hat man dort eine Liste möglicher Studiengänge und Unis zusammengestellt, sollte man sich die Inhalte der einzelnen Angebote genauer ansehen. Denn trotz gleicher Titel unterscheiden sich Studiengänge mitunter deutlich voneinander. Jede Hochschule setzt eigene Schwerpunkte. Die konkreten Infos dazu finden sich auf den Webseiten der Hochschulen und der jeweiligen Lehrstühle. Dort steht auch, über welches Verfahren die Studienplätze vergeben und welche Anforderungen gestellt werden.

Nützliche Links:
Hochschulkompass  
Zeit-Studiengangssuche


Wie werden Studienplätze vergeben?

In Deutschland gibt es grundsätzlich drei Typen von Studiengängen:

  1. Allgemeinmedizin, Pharmazie, Zahn- und Tiermedizin sind Fächer mit bundesweiter Zulassungsbeschränkung. Die Studienplätze sind begrenzt, alle Bewerbungen laufen zentral über die Stiftung für Hochschulzulassung (SfH), bei der sich Interessenten bewerben müssen. Die SfH verteilt 40 Prozent der Plätze vorweg nach Noten und Wartezeit der Bewerber. Die restlichen Bewerbungen gehen anschließend über das Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH) an die einzelnen Unis, die dann in Eigenregie die Restplätze vergeben. Oft zählen dabei aber auch wieder nur die Noten.
  2. Bei Studiengängen mit örtlicher Zulassungsbeschränkung sind die Plätze ebenfalls begrenzt und längst nicht jeder Bewerber kommt zum Zug. Die Hürden, die ein Abiturient nehmen muss, legt die jeweilige Hochschule individuell fest. Die Bewerbungen gehen meist direkt an die Uni. Knapp 50 Hochschulen nehmen aber auch schon mit rund 180 Studiengängen am sogenannten dialogorientierten Verfahren teil. Dann werden die Bewerbungen zentral über die Stiftung für Hochschulzulassung – aber weiterhin nach Vorgaben der jeweiligen Hochschule – abgewickelt.
  3. Für viele Studiengänge in Deutschland gibt es nach wie vor gar keine Zulassungsbeschränkung. Das bedeutet grundsätzlich: Jeder Interessierte kann einen Platz bekommen, der zur Immatrikulationszeit mit seinen Unterlagen zur Hochschule kommt und sich einschreibt. Aber Achtung: Keine Zulassungsbeschränkung bedeutet nicht automatisch, dass keine Anforderungen gestellt werden. Manche Hochschulen haben schlechte Erfahrungen mit überforderten Erstsemestern gemacht und verlangen einen zusätzlichen Eignungsnachweis. Das kann heißen, dass man bestimmte Einzelnoten in relevanten Schulfächern erzielt haben, zu einem Vorstellungsgespräch antreten oder einen Orientierungstest ablegen muss.
Egal, ob zulassungsbeschränktes oder freies Fach: In der Regel werden Studienplatzbewerbungen online abgewickelt. Oft müssen aber noch Unterlagen per Post nachgereicht werden. Was wo und in welcher Form noch vorzulegen ist, erfährt man im Rahmen der Online-Registrierung.

Nützliche Links: 
Stiftung für Hochschulzulassung


Foto: Gerd Altmann/Shapes:dezignus.com / pixelio.de

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