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Jobangebote genau prüfen
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Anspruchsvolle Jobsuche

Zwischen den Zeilen lesen

Miriam Bax
Die Stellenanzeige ist viel mehr, als nur ein Anforderungskatalog für Bewerber. Wer genau hinschaut und weiß, worauf es ankommt, kann besser abschätzen, wen das Unternehmen wirklich sucht und ob sich die Bewerbung lohnt.
Wer auf Jobsuche ist, tut gut daran, die Stellenanzeige vor der Bewerbung genau zu prüfen. Denn wo das Unternehmen nach Bewerbern sucht, ist ebenso aufschlussreich wie die Formulierungen der Stellenanzeige. Karriere.de nennt die wichtigsten Anhaltspunkte für Bewerber.

• Wo veröffentlicht das Unternehmen die Stellenanzeige?

Wo Unternehmen ihre Anzeigen schalten, lässt interessante Rückschlüsse zu. Der einfachste Schritt für ein Unternehmen ist schlicht die Platzierung auf der eigenen Webseite. Die inhaltliche und formale Gestaltung ist individuell, es geht schnell und kostet nichts.

Laut einer Umfrage des Branchenverbands Bitkom tun dies genau 69 Prozent der Unternehmen. Somit ist die Stellenanzeige auf der eigenen Webseite ein guter Indikator dafür, wie viel Mühe sich ein Unternehmen mit der Personalsuche gibt.

Manche Unternehmen schalten ihre Offerten oft bewusst ausschließlich im Karrierebereich der eigenen Webseite: "Damit sollen gezielt Branchenkenner angesprochen werden", erklärt Karriereberaterin Svenja Hofert.

Headhunter & Co.

Um die vakanten Positionen breiter zu streuen, nutzen Unternehmen in der Regel zusätzliche Kanäle wie Online-Stellenbörsen (laut Bitkom 80 Prozent), Printanzeigen in Zeitungen oder Fachzeitschriften sowie die Dienste von Headhuntern.

Doch das hat seinen Preis. Ein Headhunter kann eine Gage von 25 bis 33 Prozent des Jahresgehalts des vermittelten Kandidaten verlangen. Eine Printanzeige kostet je nach Zielmedium rund 10.000 Euro. Die Veröffentlichung in einer Online-Jobbörse ist für Unternehmen je nach Konditionen bereits für 500 Euro möglich. In Online Stellenbörsen stöbern die meisten Jobsuchenden.