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Nerd mit Tablet-PC
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Bewerbungsfallen für Digital Natives

Nerds – macht eure Hausaufgaben!

Inga Methling, wiwo.de
Sprunghaft, respektlos und zu locker gekleidet: So benehmen sich junge Menschen, die mit dem Internet aufgewachsen sind, bei der Karriereplanung. Das zeigt eine Analyse von 200 Bewerbungsunterlagen und -gesprächen.
Sie sind jung, dauerhaft online und könnten ohne Wikipedia keine Hausarbeit mehr fertig bekommen. Sogenannte Digital Natives sind mit dem Internet aufgewachsen. Auch wenn sie E-Mails im Schlaf schreiben, gleichzeitig Musik aufs Smartphone laden und einen Tweet zur Lieblingssendung absetzen können, so scheinen sie sich mit ihrer Karriereplanung weniger zu beschäftigen.

Eine Analyse von über 200 Bewerbungsunterlagen und -gesprächen durch die Personalberatung TargetPeople hat ergeben, dass Internet-Junkies von einem Job zum nächsten springen, sich schlechter auf das Vorstellungsgespräch vorbereiten und dazu noch in Jeans und T-Shirt zum Vorstellungsgespräch erscheinen. Überprüft wurden Personen, die nicht vor 1980 geboren sind.

Sprunghafte Digital Natives

Das sogenannte Jobhopping zum Beispiel sehen potenzielle Arbeitgeber eher kritisch. Mindestens zwei bis drei Jahre sollte ein Bewerber bei einem Unternehmen gearbeitet haben, bevor er sich neu orientiert. "Häufig sehen wir bei Digital Natives noch eine mangelnde Strategie in Bezug auf die eigene Karriere", sagt André Soder, Geschäftsführer von TargetPeople.

"Sie nehmen schnell Jobs an, die Ihnen angeboten werden, weil sie gut klingen." Besser wäre es Soder zufolge, sich zu überlegen, was der nächste sinnvolle Schritt in der eigenen Karriere ist und sich auf solche Positionen aktiv zu bewerben.