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Wer nach dem Abschluss jobbt, bleibt langfristig  unterbezahlt.
Eis verkaufen ist für Studenten – vor allem im Sommer – ein guter Nebenjob: Aber nach dem Abschluss sollten sie eine Stelle wählen, die ihren Qualifikationen entspricht. Sonst drohen langfristige Lohneinbuße.Foto: Kzenon/Fotolia.com
Gehalt bei Berufseinstieg

Einmal überqualifiziert, immer unterbezahlt

Tobias Dammers, wiwo.de
Absolventen droht eine Lohn-Falle. Einer neuen Studie zufolge gilt: Wer nach dem Abschluss unter seinem Ausbildungsniveau arbeitet, verdient noch Jahrzehnte später weniger Geld.
Schule, Uni, gut bezahlter Job. So sieht das Idealkonstrukt der meisten Akademiker aus. Aber was, wenn nach dem Master-Diplom zuerst mal Aushilfs- und Nebenjobs herhalten müssen? Amerikanische Wirtschaftswissenschaftler der Duke Universität und der Universität North Carolina-Chapel Hill haben in einer Studie herausgefunden, dass selbst kurzfristige Nebenjobs nach dem College-Abschluss noch Jahrzehnte das Einkommen negativ beeinflussen können.

Jobs unter Ausbildungsniveau zahlen sich nicht aus

Uni-Absolventen, die Aushilfsjobs wie Barkeeper oder Kellner annehmen und damit in ihrem ersten Job überqualifiziert sind, verdienen im Durchschnitt auch in den folgenden Jahren weniger als Kommilitonen, die direkt nach dem Abschluss eine Stelle finden, die ihrem Ausbildungsniveau entspricht.

In ihrer Studie beziehen sich die Ökonomen auf Daten einer Langzeiterhebung, in denen 14- bis 22-Jährige aus dem Jahr 1979 hinsichtlich ihrer beruflichen Anstellungen, fachlichen Qualifikationen und ihrer Gehaltsentwicklung beobachtet worden sind.

Achtung beim Berufseinstieg

Der Studie zufolge ist eine berufliche Überqualifikation bei Akademikern in den ersten Jahren auf dem Arbeitsmarkt am wahrscheinlichsten (62,3 Prozent). Danach sinkt die Wahrscheinlichkeit einer Überqualifizierung mit den Jahren auf dem Arbeitsmarkt – allerdings nur schleichend: Denn auch ein Jahr nach dem Eintritt in das Berufsleben blieben rund zwei Drittel der Überqualifizierten unterhalb ihrer Ausbildungskompetenzen.

Zusätzlich können die Forscher aus den Ergebnissen schließen, dass Frauen tendenziell überqualifizierter sind als ihre männlichen Kollegen. Ein Umstand, den die Ökonomen auf die häufigeren Bedürfnisse nach flexiblen Arbeitsbedingungen zurückführen.