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Tipps: Berwerbung leicht gemacht
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Bewerbung

Der erste Satz ist der wichtigste

von Felix Brüggemann, wiwo
Ein guter erster Satz im Bewerbungsschreiben – und schon sind die Chancen deutlich höher, zum Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. Selbst, wenn das Profil nicht hundertprozentig passt.
Den richtigen Ansprechpartner für ein Bewerbungsschreiben zu finden, ist eine leichte Übung. Beim ersten Satz wird da es schon schwieriger. Denn Ziel ist es, Spannung und positive Emotionen wie Neugier, Überraschung und Interesse hervorzurufen.

Mehr zum guten Einstieg: im Bewerbungswiki 



An die Zielgruppe anpassen

Wer das mit dem ersten Satz schafft – und sich beim restlichen Anschreiben keine groben Fehler leistet – hat große Chancen, auch zum Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. Selbst, wenn die Noten etwas schlechter als bei den Mitbewerbern sind. Der erste Satz müsse "prägnant, individuell und intelligent formuliert sein", sagt Luisa Jansen, Head of Corporate Recruitment bei der Personalberatungsfirma Kienbaum. Das sei die beste Möglichkeit, sich von anderen Bewerbern abzuheben. Wichtig ist aber, dass der erste Satz – wie auch das gesamte Anschreiben – zu einem selbst passt. Andernfalls werden falsche Hoffnungen geweckt und die Enttäuschung im Vorstellungsgespräch ist umso größer.

Auch kann ein besonders humorvoller Einstiegssatz für den Job bei einer jungen Kreativagentur für Begeisterung, bei Personalern einer konservativen Bank hingegen für Stirnrunzeln sorgen.

Persönlichen Bezug herstellen

Hat der Bewerber bereits vorab ein Telefonat mit dem Personaler geführt oder ihn persönlich auf einer Jobmesse kennengelernt, kann dieses gemeinsame Erlebnis als Einstieg genutzt werden. Genauso kann ein Freund im Unternehmen als Aufhänger dienen, der einen auf die freie Stelle hingewiesen hat und positives über seinen Arbeitgeber berichtet.

Vermieden werden sollten in jedem Falle Formulierungen wie: "Hiermit bewerbe ich mich… ", "Mein Name ist…", "Mit großem Interesse habe ich Ihre Stellenanzeige in XY… gelesen". Diese Beispiele wollen Personaler höchstens lesen, wenn sie nachts nicht einschlafen können. Überflüssige Floskeln und Informationen langweilen Personaler und können bei Zeitdruck sogar dafür sorgen, dass das Anschreiben erst gar nicht zu Ende gelesen wird.

Zuerst veröffentlicht auf wiwo.de
Dieser Artikel ist erschienen am 22.03.2015