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Bewerbung mit Glück
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Lebenslauf für Selbstdarsteller

Bewerben ist auch Glücksache

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Im Lebenslauf sind Rückschläge tabu. Ein deutscher Assistenzprofessor hatte darauf keine Lust und kokettiert im Lebenslauf mit Misserfolgen. Was viral funktioniert, sollten Bewerber im echten Leben lieber lassen.
Jeder, der sich in einem umkämpften Feld um Stellen bewirbt, dürfte das Gefühl kennen: Die Lebensläufe der anderen scheinen makellos. Der eigene hingegen – nun ja.

Junge Wissenschaftler in Deutschland kennen diesen Druck besonders gut. Sie unterrichten, netzwerken, halten Vorträge und müssen die eigene Forschung vorantreiben. All das, obwohl sie kaum Aussicht auf eine sichere Zukunft haben.

Welche Folgen das haben kann, darauf macht einer aufmerksam, der es geschafft hat: Johannes Haushofer, Assistenzprofessor an der Princeton University. Mit seinem "CV of failures" – einem „Lebenslauf des Scheiterns“.

Mehr Aufmerksamkeit fürs Scheitern

Darin schreibt er zum Beispiel über akademische Stellen, auf die er sich bewarb und die er nicht bekam, über Stipendien, für die er nicht ausgewählt wurde, und über Aufsätze, die er verfasste und die nicht zur Veröffentlichung angenommen wurden. Außerdem schreibt er augenzwinkernd, dass sein Lebenslauf des Scheiterns "wesentlich mehr Aufmerksamkeit" bekommen habe als seine gesamte wissenschaftliche Arbeit.

TIPP:
Auf Nummer sicher gehen bei der Bewerbung: Mit dem richtigen Coaching geht es!
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